Microsoft-Umfrage: IT macht das Gesundheitssystem zukunftsfähig
(pressrelations) -
Bürger sehen dringenden Handlungsbedarf und wünschen sich eine aktivere Rolle im eigenen Gesundheitsmanagement
Unterschleißheim, 03. November 2011. Drei Viertel der deutschen Bürger halten das deutsche Gesundheitssystem für nicht zukunftsfähig und dringend renovierungsbedürftig. Das geht aus einer repräsentativen deutschlandweiten Umfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest im Rahmen der Innovationsinitiative Chancenrepublik Deutschland im Auftrag von Microsoft durchgeführt hat. Dabei stehen die Befragten dem Gesundheitssystem zielgruppenübergreifend kritisch gegenüber. 65 Prozent halten die behandelnden Ärzte für nicht gut genug vernetzt und sehen in der mangelnden Abstimmung den Grund für häufig ineffiziente Behandlungswege. Das Gesundheitssystem muss aus Sicht von 71 Prozent der Umfrageteilnehmer effizienter werden. Demgegenüber glauben rund 74 Prozent der Befragten, dass der Einsatz von innovativer IT das Gesundheitssystem langfristig bezahlbar macht, bei gleichbleibend hoher Qualität. Über 62 Prozent der deutschen Bürger würden ihre medizinischen Daten sogar gerne selbst elektronisch verwalten und damit eine aktivere Rolle im eigenen Gesundheitsmanagement einnehmen.
"Die Ergebnisse unserer Umfrage sind überraschend eindeutig: Der Bürger wünscht sich mehr Vernetzung und sieht im Einsatz von Informationstechnik die Chance, das deutsche Gesundheitssystem zu modernisieren, Kosten zu senken und auf den demografischen Wandel zu reagieren? erklärt Ralph Haupter, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. "Gesundheit muss bezahlbar bleiben und der Einsatz von moderner IT ist das Mittel für mehr Effektivität und Effizienz. Darüber hinaus erhalten Patienten mehr Lebensqualität durch mehr Mobilität, mehr Sicherheit und mehr Selbstbestimmung.?
Problemlöser IT: Räumliche Distanzen überwinden
Moderne IT vereinfacht die Kommunikation zwischen Hausarzt, Facharzt und Patient. Davon sind 80 Prozent der Befragten überzeugt. Sie sehen darin die Chance für eine Verbesserung der Versorgung in ländlichen Regionen. Bei den 50- bis 70-Jährigen stimmen sogar 86 Prozent dieser Aussage zu. "Viele eHealth-Projekte klingen wie Zukunftsvisionen, dabei liefern Informationstechnologien schon heute verfügbare Lösungen?, erklärt Haupter. Mit Hilfe moderner Kommunikationsplattformen könnte die Versorgung im Pflegefall und in ländlichen Regionen durch das schnelle hinzuziehen von Experten deutlich verbessert werden. Moderne IT hilft, Ressourcen nicht nur effektiver zu verteilen, sondern auch räumliche Distanzen zu überwinden. Mit der Chancenrepublik Deutschland will Microsoft genau an dieser Stelle ansetzen. "Es geht uns darum zu zeigen, was bereits möglich ist und zwar hier und heute,? so Haupter. Die Chancenrepublik zeigt anhand konkreter Pilotprojekte und Beispiele, welche Potenziale in Informationstechnologie für das Gesundheitssystem stecken und will für eine neue gesellschaftliche Innovationskultur werben, die Wirtschaft, Gesellschaft und Politik mit einbezieht und so den Standort Deutschland stärkt.
Lebensretter IT: Gemeinsam Innovationen wagen
Bei der Umsetzung von Maßnahmen sehen die Befragten alle Akteure des Gesundheitssystems in der Pflicht: 85 Prozent halten die Krankenkassen für stark gefordert, dicht gefolgt von Ärzten und Krankenhäusern (83%) sowie der Politik (73%). "Wenn wir Lösungen schnell umsetzen wollen, müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen?, erläutert eHealth-Experte Prof. Dr. Roland Trill, Leiter des Masterstudiengangs eHealth an der Fachhochschule Flensburg. "Wir brauchen die notwendige Technik von IT-Unternehmen wie Microsoft, die Bereitschaft der Krankenkassen eHealth-Lösungen in ihre Leistungskataloge mit aufzunehmen und das Engagement der Ärzte diese Techniken auch einzusetzen.?
Uwe Pöttgen, CIO der Asklepios Kliniken formuliert es noch deutlicher: "Wir reden noch zu viel über Risiken und zu wenig über Chancen bei eHealth. Moderne Healthcare IT kann ganz konkret auch Leben retten. Bei Schlaganfallpatienten zählt oftmals jede Minute. Jede Minute wo die IT hier helfen kann, ist entscheidend und erhöht die Überlebenschance für den Patienten. Wir dürfen uns nicht in Diskussionen verzetteln, sondern müssen wieder mehr zu einer "Chancenrepublik? werden. Die technischen Voraussetzungen im Health-Sektor sind dafür gegeben.?
Die Ergebnisse der TNS-Umfrage im Überblick:
Das Gesundheitssystem hängt am Tropf