Neue Studie zur Rolle von Investoren auf dem landwirtschaftlichen Bodenmarkt in Deutschland
(pressrelations) - Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat in einer Studie die Rolle von auĂerlandwirtschaftlichen Investoren beim Kauf und der Pachtung von landwirtschaftlichen FlĂ€chen in Deutschland untersuchen lassen. Die Studie mit dem Titel "AktivitĂ€ten von nichtlandwirtschaftlichen und ĂŒberregional ausgerichteten Investoren auf dem landwirtschaftlichen Bodenmarkt in Deutschland" ist eine Bestandsaufnahme zu den AktivitĂ€ten von nichtlandwirtschaftlichen und ĂŒberregional ausgerichteten Investoren.
Untersucht wurde anhand von vier Fallstudien, welche Relevanz deren Wirken auf den landwirtschaftlichen BodenmĂ€rkten hat, was die wesentlichen Einflussfaktoren fĂŒr deren Engagement sind und welche Wirkungen hiervon auf die VerfĂŒgbarkeit des Bodens, die landwirtschaftliche Produktion und die dörfliche oder regionale Entwicklung ausgehen.
Die Autoren der Studie kommen zu dem Ergebnis, dass die BodenkĂ€ufe auf vergleichsweise niedrigem Niveau stattfinden, weil die VerfĂŒgbarkeit von FlĂ€chen insgesamt gering ist. Weniger als ein Prozent der AgrarflĂ€chen in Deutschland werden pro Jahr gehandelt. Die regionale AusprĂ€gung und die Motive sind dabei sehr unterschiedlich. Als Hauptgrund fĂŒr das Interesse von auĂerlandwirtschaftlichen Investoren an der Landwirtschaft wird aber die positive EinschĂ€tzung der wirtschaftlichen Entwicklung des Agrarsektors gesehen.
Bei den Investoren sind im Wesentlichen zwei verschiedene Gruppen erkennbar: Bei der einen handelt es sich um Investoren, die AgrarflĂ€chen als Wertanlage kaufen und diese anschlieĂend an landwirtschaftliche Betriebe verpachten. Die andere Gruppe sind Investoren, die AgrarflĂ€chen oder ganze Betriebe kaufen, um diese selbst zu bewirtschaften. Internationale Fondsgesellschaften oder international agierende GroĂunternehmen spielen auf dem deutschen Bodenmarkt der Studie zufolge bislang kaum eine Rolle.
FĂŒr den Bodenmarkt in den neuen BundeslĂ€ndern kommt der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG), die land- und forstwirtschaftliche FlĂ€chen in den neuen BundeslĂ€ndern verpachtet und verkauft, eine wichtige Bedeutung zu. In der Studie werden die FlĂ€chenverkĂ€ufe der BVVG als ein wichtiger Faktor auf dem ostdeutschen Bodenmarkt angesehen, die zur Verbesserung der Markttransparenz beitragen. Aus Sicht des BMELV finden sich in der Studie keine Belege dafĂŒr, dass die BVVG ausschlaggebend fĂŒr das Engagement auĂerlandwirtschaftlicher Investoren oder fĂŒr die allgemeine Steigerung der Preise landwirtschaftlicher FlĂ€chen verantwortlich sei.
Die Studie wurde vom Johann Heinrich von ThĂŒnen-Institut (vTI), Bundesforschungsinstitut fĂŒr LĂ€ndliche RĂ€ume, Wald und Fischerei erstellt und kann hier eingesehen werden:
http://www.vti.bund.de/de/startseite/startseite/bodenmarkt.html
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