(ots) - Mit der aktuellen Gesamtzahl von 33,8 Prozent Anteil
von Frauen an Führungsfunktionen liegt das ZDF über der EU-weit
diskutierten Marge von 30 Prozent, die für börsennotierte
Großunternehmen gegebenenfalls bis 2015 zu erreichen wäre. Die
Beteiligung von Frauen an Führungsfunktionen im ZDF wächst seit
Einführung einer Dienstvereinbarung zur Förderung des Frauenanteils
Mitte der 90er Jahre kontinuierlich. Eine Quotierung ist deshalb
nicht notwendig. Zu diesem Schluss kommt die
ZDF-Gleichstellungsbeauftragte Marita Lewening in ihrem Jahresbericht
an den ZDF-Fernsehrat.
Im Zehn-Jahres-Überblick zeigt sich, dass sich die Gesamtanzahl
von Frauen, die mit Führungsaufgaben betraut wurden, von 54 auf 78
deutlich erhöht hat. In Prozentanteilen macht das einen Zuwachs von
12,2 Prozentpunkten aus. Lewening: "Mit Einführung der
Dienstvereinbarung 1994/1995 gab es einen stetigen, eindeutig
erkennbaren Fortschritt in der Gesamtbetrachtung der Beauftragung von
Frauen mit verantwortlichen Leitungspositionen."
Seit drei Jahren weist die ZDF-Statistik bei der Gesamtbetrachtung
des Personals einen ausgewogenen Anteil von Frauen und Männern aus.
Relativiert wird dieses günstige Verhältnis allerdings durch eine
hohe Anzahl teilzeitbeschäftigter Frauen, deren Anteil aktuell bei
knapp 30 Prozent liegt.
Auffällig unterrepräsentiert sind Frauen im ZDF nach wie vor in
den technischen Berufsbildern der Produktionsdirektion. Das ZDF ist
Projektpartner des nationalen Paktes MINT (Mathematik, Informatik,
Natur-Wissenschaft und Technik) des Bundesministeriums für Bildung
und Forschung. Im Rahmen der Projektmaßnahmen soll das Interesse von
Frauen - auch vor dem Hintergrund eines sich abzeichnenden
Fachkräftemangels - an naturwissenschaftlich-technischen Berufen
geweckt werden. Dies geschieht im ZDF unter anderem durch die Akquise
von Bewerberinnen für Praxissemester und BA-, Master- und
Diplomarbeiten sowie bei Praktika. Dazu gehören aber auch Aktivitäten
wie der jährliche "Girl's Day" als Berufsorientierung für Mädchen in
technischen Berufen, die Nutzung der MINT-Jobbörse und der gemeinsam
mit der ARD vergebene Förderpreis "Frauen und Medientechnologie".
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