(ots) - Kurz vor dem 10. Jahrestag der Terroranschläge vom
11. September 2001 in New York hat der Vorsitzende der Gewerkschaft
der Polizei, Bernhard Witthaut, erneut die Vorratsdatenspeicherung
gefordert. In einem Interview mit dem ZDF-Nachrichtenportal heute.de
sagte Witthaut: "Die Vorratsdatenspeicherung fehlt uns nicht nur zur
Terrorismusbekämpfung, sondern zur Bekämpfung der Kriminalität
insgesamt."
Witthaut erklärte, er verstehe nicht, warum trotz der Gefahr, die
Deutschland drohe, "aus politischem Kalkül" die
Bundesjustizministerin die Vorratsdatenspeicherung ablehne. Die
Polizei benötige "dieses Instrument dringend zur Bekämpfung des
Terrorismus und der Gefahren, die daraus resultieren". Auch die EU
habe Deutschland bereits zur Vorratsdatenspeicherung aufgefordert,
deshalb sei "die Bundeskanzlerin hier dringend gefordert, das endlich
zu lösen".
Witthaut lobte zugleich die verbesserte Zusammenarbeit der
Sicherheitsbehörden. Er verwies auf die Ermittlungserfolge, die durch
die Verfolgung von Geldströmen bei verdeckten Zahlungen oder durch
die Auswertung von Flugverkehrssicherheitsdaten erzielt worden seien.
Das gesamte Interview "3Fragen an ...Bernhard Witthaut" unter
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