LEUTHEUSSER-SCHNARRENBERGER: EU braucht gemeinsame Einwanderungspolitik
(pressrelations) - FDP-Sprecher WULF OEHME teilt mit:
Berlin. AnlÀsslich des 25. JubilÀums von PRO ASYL erklÀrt die stellvertretende Vorsitzende der FDP, Bundesjustizministerin SABINE LEUTHEUSSER-SCHNARRENBERGER:
"Einwanderung nach Europa und innerhalb Europas findet statt. Dazu gehört Armutsmigration genauso wie politische Fluchtbewegungen. Die EuropĂ€ische Union muss sich der RealitĂ€t stellen und durch eine kluge gemeinsame Einwanderungspolitik Zuwanderung steuern und kĂŒnftig besser ihren humanitĂ€ren Verpflichtungen gerecht werden.
In der Bundesrepublik Deutschland herrscht nach wie vor kein Konsens ĂŒber die Tatsache, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist. Eine Steuerung der Zuwanderung nach Qualifizierung und Arbeitsmarkt in Deutschland ist ein Einstieg, um Antworten auf neue RealitĂ€ten zu finden. Eine bessere Zuwanderungssteuerung ist Bestandteil des Koalitionsvertrages. Sie sollte als gemeinsame Aufgabe von Union und FDP schnellstmöglich angegangen werden. Dazu sollten sich Union und FDP in einem ersten Schritt auf eine Einwanderungsgesetzgebung fĂŒr FachkrĂ€fte verstĂ€ndigen. Das bisherige Recht zur Arbeitsmigration ist unzureichend und voller bĂŒrokratischer Hemmnisse.
Seit 25 Jahren streitet PRO ASYL energisch und unbequem dafĂŒr, dass FlĂŒchtlinge ihr Recht bekommen, in jedem einzelnen Fall. PRO ASYL hat einen entscheidenden Beitrag daran, dass die Ăngste vor der "Invasion der Armen" in Deutschland abgenommen haben. Das Motto von PRO ASYL heiĂt völlig zu Recht: "Der Einzelfall zĂ€hlt". Jede Flucht hat andere BeweggrĂŒnde und jede Akte birgt ein Einzelschicksal, dem Sie - wo es möglich ist - in akribischer und freiwilliger Arbeit nachgehen.
Als die in Tutzing gegrĂŒndete "Initiative zur GrĂŒndung eines FlĂŒchtlingsrates" 1986 nach Frankfurt einlud, konnte sich kaum jemand den Erfolg des Engagements vorstellen. Ohne hartnĂ€ckige Recherchen von PRO ASYL wĂ€ren die unhaltbaren ZustĂ€nde in griechischen Auffanglagern nicht so umfassend und genau dokumentiert vor den EuropĂ€ischen Gerichtshof fĂŒr Menschenrechte gelangt. Wer weiĂ, wie das Urteil des EuropĂ€ischen Gerichtshofs ohne das Engagement von PRO ASYL gelautet hĂ€tte. Nach wie vor beobachtet PRO ASYL die Entwicklung in Griechenland kritisch und fordert beharrlich weitere VerĂ€nderung und Verbesserung der Situation der FlĂŒchtlinge in Griechenland und in allen weiteren Brennpunkten der EuropĂ€ischen Union."
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