(ots) - In den Teilverkauf des Medienkonzerns WAZ
(Westdeutsche Allgmeine Zeitung, Westfälische Rundschau, Gong
etc.)hat sich Klaus Schubries, Sprecher der Eigentümer-Familie Funke,
eingeschaltet. In einem Interview mit dem Branchenmagazin W&V pocht
Schubries auf die Sperrminorität der Mitgesellschafter. Bei der WAZ
will Petra Grotkamp, Tochter des zweiten WAZ-Gründers Jakob Funke,
dem anderen Eignerstamm, die Familie Brost, ihre 50 Prozent Anteil an
dem Verlagshaus abkaufen. Für diesen Anteil bietet Grotkamp, die
selbst 16,67 Prozent an dem Unternehmen besitzt, 500 Millionen Euro.
Angeblich sind die Brost-Erben zum Verkauf bereit. Trotzdem dürfte
die Sache für die Grotkamps kein Durchmarsch werden, wie die W&V
berichtet. Auch nach der möglichen Übernahme pocht ihre
Funke-Verwandschaft auf das bisherige Fifty-Fifty-Prinzip. Petra
Grotkamp könne ihre bisherigen Funkeanteile nicht einfach mit den
Brost-Anteilen zu 66,67 Prozent addieren, betonte Klaus Schubries,
Sprecher der Funke-Familie. "Das ist ausgeschlossen. Sie würde
zusätzlich zu ihren bisherigen Anteilen die Position der Brost-Seite
übernehmen. Die bisherigen Abstimmungsquoren blieben davon aber
unberührt. Das ist in den Verträgen der Funke-Familiengesellschaft so
festgelegt", so Schubries. Grundsätzlich begrüßt Schubries jedoch die
Übernahme: "Ich gehe davon aus, dass sich das positiv auf das
Unternehmen auswirkt." Er forderte in diesem Zusammenhang eine
Verschlankung des Konzerns sowie eine Überprüfung der vielen
Tochter-und Enkelgesellschaften der WAZ.
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