Dirk Niebel bei Wirtschaftstag der Botschafterkonferenz
(pressrelations) - "Wir setzen uns für enge Verzahnung von AußenÂwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit ein" Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel hat sich auf dem WirtÂschaftsÂtag im Rahmen der 10. Konferenz der Leiter der deutschen AusÂlandsÂverÂtretungen am Dienstag in Berlin für eine enge VerÂzahÂnung von AußenÂwirtÂschaft und EntÂwickÂlungsÂzuÂsammenÂarbeit ausÂgeÂsprochen.
Der Wirtschaftstag, zu dem das AusÂwärtige Amt in ZuÂsammenÂarbeit mit den ReÂgioÂnalÂorÂgaÂniÂsaÂtionen und WirtÂschaftsÂverÂbänden rund 1.000 Repräsentanten deutscher UnterÂnehmen und WirtÂschaftsÂinstitutionen einÂgeÂladen hatte, diente dem Informations- und MeinungsÂausÂtausch über die politische und wirtÂschaftliche Entwicklung sowie über GeschäftsÂmöglichÂkeiten in den jeweiligen GastÂländern. Die VerÂanÂstalÂtung wurde gemeinsam von BundesÂaußenÂminister Guido Westerwelle, BundesÂentÂwickÂlungsÂminister Dirk Niebel und dem VorÂstandsÂvorÂsitzenden der Siemens AG, Peter Löscher, eröffnet.
Niebel unterstrich: "Unsere EntÂwickÂlungsÂpolitik verÂbindet unsere Werte mit unseren Interessen: Wir arbeiten für das Recht jedes Menschen auf eine faire Chance, sein Leben selbstÂbeÂstimmt und frei von Not zu gestalten. Und zugleich stellen wir deutsches FachÂwissen vor und fördern in wirtschaftlich wachsenden Schwellen- und EntÂwickÂlungsÂländern neue Märkte für unsere guten Produkte."
Diese Aufgabe könne der Staat jedoch nicht alleine bewältigen. Es würden Kraft, Expertise und Kapital der Unternehmen für eine stabile wirtschaftliche EntÂwickÂlung in den Partnerländern gebraucht. Ohne eine Zusammenarbeit mit Unternehmen könne EntÂwickÂlungsÂpolitik nicht erfolgreich sein. Aus diesem Grund stimmten sich das Auswärtige Amt, das BundesÂwirtÂschaftsÂministerium und das BMZ regelmäßig zu Fragen der AußenÂwirtschaft und EntwicklungsÂpolitik ab. Dies habe bereits zu neuen Projekten und KoÂoperaÂtionen der drei Ressorts geführt, etwa zum Thema RohÂstoffÂsicherung, das für Unternehmen von großer Bedeutung sei.
Niebel sagte: "Deutsche Unternehmen im Ausland sind gerade auch in EntÂwickÂlungsÂländern bekannt dafür, dass sie Sozial- und UmweltÂstandards einhalten ? oft erfüllen sie deutlich höhere Standards, als in diesen Ländern gesetzlich vorgesehen." So würden deutsche Investitionen in EntwicklungsÂländern zum besten Hebel, um Arbeitsplätze zu schaffen und den Menschen ein Einkommen zu bieten. "Wir wollen die Unternehmen in diesen Investitionen unterstützen."
Hierfür wurden und werden im BMZ zahlreiche DienstÂleistungen für die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft neu geschaffen oder ausgebaut, wie zum Beispiel die Servicestelle für die Wirtschaft, EZ-Scouts, CIM-EntÂwickÂlungsÂexperten bei den AußenÂhandelsÂkammern oder die TransaktionsÂkostenzuschüsse der DEG. "Auch unser bewährtes Programm develoPPP.de habe ich deutlich gestärkt. develoPPP.de fördert EntÂwickÂlungsÂpartnerÂschaften mit der Wirtschaft, von denen wir hier in Deutschland ebenso profitieren wie die Menschen in den Entwicklungsländern."
Der Wirtschaftstag bot im Rahmen von vier RegionalÂforen und 16 parallelen GesprächsÂrunden InÂforÂmaÂtionsÂmögÂlichÂkeiten zu einer Vielzahl unterÂschiedlicher Regionen und Fachthemen, wie zum Beispiel ElektroÂmobilität, Fachkräftesicherung, Katar 2022, Medizintechnik, Megastädte oder Subsahara.
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