Thüringen beim europäischen Fledermausschutz ganz vorne mit dabei
(pressrelations) - Thüringer Fledermausschützer bringen auf europäischer Ebene den Schutz der fliegenden Säugetiere voran. Zusammen mit sechs weiteren Artenschutz-Organisationen hat die Thüringer Stiftung Fledermaus vor wenigen Tagen im litauischen Vilnius den europäischen Dachverband "BatLife Europe" gegründet. Thüringens Umweltminister Reinholz begrüßte das Engagement aus dem Freistaat: "Da viele Fledermausarten ähnlich wie die Zugvögel mit den Jahreszeiten wandern, können Schutzmaßnahmen nur im länderübergreifenden Verbund wirken."
Neben den sieben Gründungsmitgliedern werden bei "BatLife Europe" in Zukunft ehrenamtliche Organisationen aus über zwanzig Ländern mitarbeiten. Der neue Verband ist das zivilgesellschaftliche Pendant zu EUROBATS, dem Abkommen zur Erhaltung der europäischen Fledermauspopulationen. In Thüringen arbeiten die Stiftung Fledermaus und die Koordinationsstelle für Fledermausschutz, gefördert vom Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz, eng zusammen. So überwacht man gemeinsam die Bestandsentwicklung oder organisiert Konferenzen, wie zuletzt im Frühjahr die zweite Europäische Hufeisennasentagung in Neudietendorf.
Thüringen ist das bedeutendste Siedlungsgebiet der Kleinen Hufeisennase in Deutschland. Zudem rasten wandernde Fledermausarten wie der Große Abendsegler oder die Rauhhautfledermaus im Frühjahr und Herbst an Thüringer Gewässern, wenn sie zwischen ihren Fortpflanzungsgebieten im Baltikum und ihren Winterquartieren südlich der Alpen ziehen. In ganz Europa sind die 53 bekannten Fledermausarten bedroht, vor allem durch den Verlust ihrer natürlichen Lebensräume.
Andreas Maruschke
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