Das die Briten in ihren Wohnungen und Häusern auch an den privaten Rechnern im Internet zocken können, dafür sorgte bisher der Gambling Act, mit dem das Online Glücksspiel bisher geregelt wurde. Der Gamblingt Act hat allerdings eine grundlegende Schwäche; er ist aus dem Jahr 2005.
(firmenpresse) - Obwohl diese Regulierung mit dem Alter von 6 Jahren noch gar nicht so antik klingt, ist es doch im Bereich des Online Gamblings ein regelrechter Greis. Diese Branche entwickelt sich rasant und fordert stetig neue Ansprüche an Regierungen, die diesen Bereich für ihre Bürger regulieren wollen. Das har auch der britische Abgeordnete John Penrose erkannt. Er ist als Minister in der britischen Regierung auch für den Bereich Glücksspiel zuständig und hat nun bestätigt, das man den Gambling Act überarbeiten wolle.
Der wesentliche Ansatzpunkt für die neue Regulierung ist bereits gefunden: bisher ist für die Zulassung von Glücksspielen im Internet die British Gambling Commission zuständig. Dafür müssen die Anbieter gewisse Auflagen erfüllen wie Abgaben und Regulierungen zum Schutz der Spieler. Das Problem dabei ist allerdings, dass dies nur für Anbieter gilt, die ihren Sitz auch in England haben. Ausländische Anbieter müssen sich lediglich den Gesetzen unterwerfen, die im Land ihres Hauptsitzes gelten.
Da aber zahlreiche Briten auch diese Anbieter zu einem beträchtlichen Anteil nutzen, geht hier nicht nur die Übersicht über den Spielerschutz verloren, sondern die Regierung muss auch auf einen gewissen Satz an Abgaben verzichten. Auch letzteres schlägt sich dabei auf den Spielerschutz nieder, da die Einnahmen durch Glücksspiel in England zum teil auch direkt in die Unterstützung von süchtigen und suchtgefährdete Spieler fließt.
Daher soll sich die neue Lizenzierung von Glücksspiel in England nicht am Sitz des Anbieters, sondern am Ort des Verbrauchers orientieren. So kann bald jeder Anbieter im Internet eine Lizenz erwerben, mit der er sein Angebot auch für die Britten bereitstellen soll. Eine Übergangszeit soll dabei sicherstellen, dass die Britten bei der Umsetzung dieser Maßnahmen nicht zwischenzeitlich auf ihr Online Poker und Online Casino verzichten müssen.