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Greiffenberger AG: Ergebnis bleibt im 1. Halbjahr 2011 etwas hinter
der guten Umsatzentwicklung zurück
24.08.2011 / 10:00
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- Umsatzplus von 17 % auf 75,3 Mio. EUR, Auftragseingang + 50 % auf 83,3
Mio. EUR
- EBITDA von 6,7 Mio. EUR und EBIT von 3,4 Mio. EUR mit Potenzial für
weitere Verbesserungen
- Prognose 2011: Umsatz von 150 bis 160 Mio. EUR; EBITDA von 13 bis 16
Mio. EUR
Marktredwitz und Augsburg, 24. August 2011 - Der Greiffenberger-Konzern
konnte im 1. Halbjahr 2011 den Umsatz um 17 % auf 75,3 Mio. EUR steigern.
Damit wurde gemessen am Umsatz wieder das Vorkrisenniveau des 1. Halbjahres
2008 erreicht. Gleichzeitig lagen die addierten Auftragseingänge mitüber
83 Mio. EUR deutlichüber dem Umsatz der ersten sechs Monate sowieüber dem
Auftragseingang der Vorjahresperiode. Der Auftragsbestand von rund 50 Mio.
EUR zum 30. Juni 2011 konnte um 50 % im Vergleich zum Vorjahr erhöht
werden.
Auf der Ertragsseite waren im 1. Halbjahr deutliche Preissteigerungen für
Rohmaterialien und Zukaufteile spürbar. Das operative Bruttoergebnis
(EBITDA) lag nach sechs Monaten mit 6,7 Mio. EUR etwas unter dem
Vorjahreswert von 7,2 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) addierte sich
auf 3,4 Mio. EUR nach 3,8 Mio. EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres.
Das Ergebnis je Aktie lag nach sechs Monaten bei 0,15 EUR (2010: 0,33 EUR).
Der Unterschiedsbetrag erklärt sich insbesondere durch die nunmehr
normalisierte Steuerquote, da im Vorjahreszeitraum ein einmaliger Ertrag
enthalten war. Stefan Greiffenberger, Vorstand der Greiffenberger AG: 'Mit
der Ergebnisentwicklung sind wir noch nicht zufrieden. Der einmalige Effekt
des kompletten Umzugs unserer Tochter BKP und die deutlich höheren
Beschaffungspreise in der gesamten Gruppe, die wir noch nicht vollständig
kompensieren konnten, wirkten sich nachteilig aus. Gleichzeitig zeigen uns
Umsatzentwicklung und Auftragseingang eine hohe Nachfrage nach unseren
Produkten sowohl in klassischen Bereichen wie z.B. Metallbandsägeblättern
als auch neuen Zielmärkten wie z.B. der Lagerlogistik.'
Der Greiffenberger-Konzern plant vor dem Hintergrund der guten
Nachfragesituation, des nach wie vor intakten Branchenumfelds und des
eigenen hohen Auftragsbestands für 2011 einen Umsatz in der Bandbreite von
150 bis 160 Mio. EUR nach 139,9 Mio. EUR im Jahr 2010. Nach einem EBITDA
von 14,4 Mio. EUR in 2010 und von 6,7 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2011 wird für
das Gesamtjahr ein EBITDA in der Bandbreite von 13 bis 16 Mio. EUR
erwartet. Somit liegt das erwartete Ergebnis in etwa auf der Höhe des
Vorjahres. Mit signifikanten Ergebnisverbesserungen wird ab 2012 gerechnet.
Die Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr 2011 in den einzelnen
Unternehmensbereichen:
Im Unternehmensbereich Antriebstechnik stiegen die Umsätze im 1. Halbjahr
um 14,3 % von 37,8 Mio. EUR auf 43,2 Mio. EUR, bei deutlichüber den
Umsätzen liegenden Auftragseingängen. Die größten Umsatzimpulse bei ABM
kamen aus den USA und Asien, speziell aus China. Auch der Inlandsumsatz
konnte deutlich gesteigert werden. Innerhalb der einzelnen Zielmärkte und
Branchen war die Entwicklung teilweise sehr heterogen. Bedeutend war das
Wachstum vor allem in den Zukunftsmärkten Windkraft und E-Mobilität. Im mit
einem Umsatzanteil von 57 % größten Unternehmensbereich wurde im 1.
Halbjahr mit 'Impuls 2011' ein umfangreiches Ergebnisverbesserungs-programm
aufgesetzt, um die mit einer EBIT-Marge von 3,5 % noch mäßige
Ertragssituation signifikant zu verbessern.
Der Unternehmensbereich Metallbandsägeblätter&Präzisionsbandstahl konnte
seine Dynamik fortsetzen und trug 33 % zum Konzernumsatz bei. Die
Ergebnissituation im Teilkonzern Eberle ist mit einer EBIT-Marge von 8,4 %
gut, wenn sie auch aufgrund der hohen Materialpreise etwas unter den bei
Vollauslastung gewohnten Werten lag. Eberle baute die Umsätze in den ersten
sechs Monaten 2011 um 26,4 % von 19,8 Mio. EUR auf 25,0 Mio. EUR aus. In
einigen Bereichen arbeitet Eberle an der Kapazitätsgrenze. Der Output
konnte, auch aufgrund leicht erhöhter Kapazitäten, weiter gesteigert
werden.
Die Umsatzentwicklung im Unternehmensbereich Kanalsanierungstechnologie war
durch zwei zentrale Faktoren beeinflusst: erstens weist BKP saisonal
bedingt stets ein deutlich schwächeres 1. Halbjahr aus. Zusätzlich wirkte
sich umsatz- wie ertragsseitig einmalig der nunmehr abgeschlossene
Komplettumzug von Berlin nach Velten (Brandenburg) aus. Die
Ergebnisentwicklung wurde vor allem durch die temporären Einmaleffekte, wie
Anlaufen der Produktion, Einmalaufwand für das Schließen des alten
Standortes und Doppelkosten für zwei Standorte, deutlich belastet.
Entsprechend konnte BKP nur ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen. Für das
2. Halbjahr wird wieder ein deutlich verbesserter Ertrag erwartet. Trotz
des Komplettumzugs von Verwaltung und Produktion konnte BKP ein Umsatzplus
von 6,1 % auf 7,0 Mio. EUR erzielen. Die aufwärtsgerichtete
Umsatzentwicklung bleibt bestehen.
Der Greiffenberger-Konzern im 1. Halbjahr 2011
1. Hj. 2011 1. Hj. 2010Der ausführliche Halbjahresfinanzbericht 2011 steht ab sofort unter
Mio. EUR Mio. EUR
Umsatzerlöse nach Erlösschmälerungen 75,3 64,1
davon: Unternehmensbereich
Antriebstechnik 43,2 37,8
Metallbandsägeblätter&25,0 19,8
Präzisionsbandstahl
Kanalsanierungstechnologie 7,0 6,6
Exportanteil (%) 60 % 59 %
Investitionen 3,3 1,7
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit -1,0 6,1
EBITDA 6,7 7,2
EBIT 3,4 3,8
Periodenergebnis des Konzerns 0,7 1,5
Ergebnis je Aktie (EUR) 0,15 0,33
Mitarbeiter (#) zum Stichtag 935 928