Energieeffiziente Hightech-GerĂ€te helfen Geld sparen / Die wichtigsten Tipps des BITKOM fĂŒr Computernutzer
(PresseBox) - Vor dem Hintergrund hoher Strompreise und der Klima-Diskussion wĂ€chst das Interesse an umweltfreundlichen Hightech-GerĂ€ten. Sparsame, energieeffiziente Computer und ZubehörgerĂ€te lohnen sich nicht nur fĂŒr Firmen. Auch Privatanwender können Geld sparen und der Umwelt helfen. Der BITKOM gibt Tipps, wie man ITK-GerĂ€te möglichst energieeffizient einsetzt:
1. Energiesparfunktion des PCs nutzen
PCs und Notebooks werden meist mit einer Energiesparfunktion (Power Management) ausgeliefert. Werden sie eine Zeit lang nicht genutzt, verringern sie automatisch den Stromverbrauch. Bei PCs wird der Verbrauch oft mehrstufig heruntergefahren, bei ZubehörgerĂ€ten ist Standby die hĂ€ufigste Energiespar-Variante. Sie ist vor allem fĂŒr GerĂ€te wichtig, die nur kurze Zeit arbeiten, aber dennoch immer verfĂŒgbar sein sollen - etwa Drucker. Inzwischen sind auch Monitore und PCs mit "Null-Watt-Standby" verfĂŒgbar. Nach einer vom Nutzer definierten Zeit schalten sie vollstĂ€ndig ab, wenn sie kein Signal empfangen oder keine Eingabe erfolgt. Bei einem neuen Signal sind sie sofort wieder einsatzbereit.
Die Energiesparfunktion lĂ€sst sich im Betriebssystem individuell anpassen. So kann man einstellen, ob und wann Monitor und Festplatte ausgeschaltet werden und wann der PC in den Standby- oder Ruhezustand ĂŒbergeht. Je frĂŒher dies geschieht, umso weniger Energie wird verbraucht. In der Regel zahlt es sich aus, bei Pausen ab 15 Minuten den Bildschirm auszuschalten und den PC in den Standby- oder Ruhezustand zu versetzen.
2. Bildschirmschoner deaktivieren
Bildschirmschoner benötigen unnötig Energie und sollten deaktiviert werden. So kann ein PC mit aufwĂ€ndigem 3D-Bildschirmschoner bis zu 50 Prozent mehr Energie verbrauchen als ohne Bildschirmschoner - das liegt an der höheren Rechenleistung fĂŒr solche Animationen. In Windows kann man den Bildschirmschoner ĂŒber die Systemsteuerung ausschalten.
3. Monitor effizient betreiben
Wer seinen Arbeitsplatz verlĂ€sst, sollte den Monitor per Hand ausschalten. Das schadet den GerĂ€ten nicht. Manche Bildschirme werden mit maximal eingestellter Helligkeit ausgeliefert. Meist reicht ein Wert von rund 60 Prozent Helligkeit. Das bedeutet eine Energieeinsparung von 20 bis 30 Prozent gegenĂŒber dem Maximalwert. Die Helligkeitseinstellung kann jeder Nutzer ĂŒber die MenĂŒeinstellung des Monitors optimieren. Neue hochwertige Bildschirme passen die Helligkeit automatisch an das Licht in der Umgebung an. Mittlerweile gibt es auch Netbooks, Notebooks und PC-Monitore mit energiesparender LED-Hintergrundbeleuchtung.
4. Zubehör nur fĂŒr die Zeit der Nutzung einschalten
Oft verbrauchen Drucker oder Scanner Energie, obwohl sie nicht genutzt werden - denn sie werden beim Starten des PCs mit eingeschaltet. Auch externe Festplatten verbrauchen Strom, sobald sie an PC oder Notebook angeschlossen werden. Solche Peripherie-GerÀte sollten vom Rechner getrennt werden, wenn sie nicht gebraucht werden.
5. Netzstecker ziehen oder schaltbare Steckdosenleiste verwenden
Manche GerĂ€te haben keinen Schalter, der sie vollstĂ€ndig vom Stromnetz trennt. Sie verbrauchen auch Energie, wenn sie vermeintlich ausgeschaltet sind. Hier hilft nur, den Netzstecker zu ziehen oder eine schaltbare Steckdosenleiste zu verwenden und diese abzuschalten. PCs mit aktivierter Fernwartung dĂŒrfen jedoch nicht vom Netz getrennt werden.
6. Energieverbrauch sichtbar machen und dadurch weiter senken
Wer mit seiner PC-AusrĂŒstung noch effizienter Energie sparen will, kann alle GerĂ€te an eine Steckdosenleiste anschlieĂen und ein VerbrauchsmessgerĂ€t installieren. So lassen sich wĂ€hrend der Nutzung die gröĂten Stromverbraucher erkennen. Auch wird der Einspareffekt durch nutzungsabhĂ€ngiges Ein- und Ausschalten der GerĂ€te sichtbar.
7. Vor dem Kauf bestimmen, was der PC leisten soll
Hightech fĂŒr BĂŒro und Haushalt sollte immer nach individuellen BedĂŒrfnissen ausgesucht werden. Wer seinen PC nur zum Surfen und fĂŒr Texte nutzt, benötigt weniger Hardware-Leistung als etwa passionierte Computerspieler. So brauchen Office-Anwendungen keine Premium-Grafikkarte mit groĂem Bildspeicher und eigenem LĂŒfter - und das spart Strom. Bei NeugerĂ€ten hat sich das VerhĂ€ltnis von Leistung und Energieverbrauch stark verbessert, vor allem durch die aktuellen Mehrkern-Prozessoren. Sie arbeiten schneller und verbrauchen deutlich weniger Energie.
8. GerÀte mit niedrigem Energieverbrauch kaufen
Bei der Suche nach umweltfreundlichen GerĂ€ten gilt als Faustregel: Mobile GerĂ€te wie Notebooks verbrauchen bei gleicher Nutzung weniger Energie als Desktop-PCs. MultifunktionsgerĂ€te verbrauchen weniger Energie als die EinzelgerĂ€te (Drucker, Fax, Scanner) in der Summe. Zudem sollte man besonders energieeffiziente GerĂ€te anschaffen. Hinweise zum Energieverbrauch findet man auf den Webseiten vieler Hersteller. Besonders sparsame Computer und ZubehörgerĂ€te sind oft mit dem Umweltzeichen "Energy Star" gekennzeichnet. Einen Ăberblick ĂŒber die zertifizierten Produkte gibt es unter www.eu-energystar.org.
BITKOM hat in einem Praxistest ein BĂŒro von 2010 mit einem BĂŒro von 2005 verglichen. Im neueren BĂŒro wurden Röhrenmonitore durch moderne Flachbildschirme ersetzt. Statt Drucker, Kopierer, FaxgerĂ€t und Scanner wurde ein einzelnes MultifunktionsgerĂ€t installiert. Dabei zeigte sich: Das BĂŒro 2010 verbraucht bei den gleichen TĂ€tigkeiten der Mitarbeiter nur ein Drittel so viel Strom wie das BĂŒro von 2005. Ăhnliche Einsparungen sind in Privathaushalten möglich.
Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. vertritt mehr als 1.350 Unternehmen, davon 1.000 Direktmitglieder mit etwa 135 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 BeschĂ€ftigten. Hierzu zĂ€hlen Anbieter von Software, IT-Services und Telekommunikationsdiensten, Hersteller von Hardware und Consumer Electronics sowie Unternehmen der digitalen Medien. Der BITKOM setzt sich insbesondere fĂŒr eine Modernisierung des Bildungssystems, eine innovative Wirtschaftspolitik und eine zukunftsorientierte Netzpolitik ein.
Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. vertritt mehr als 1.350 Unternehmen, davon 1.000 Direktmitglieder mit etwa 135 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 BeschĂ€ftigten. Hierzu zĂ€hlen Anbieter von Software, IT-Services und Telekommunikationsdiensten, Hersteller von Hardware und Consumer Electronics sowie Unternehmen der digitalen Medien. Der BITKOM setzt sich insbesondere fĂŒr eine Modernisierung des Bildungssystems, eine innovative Wirtschaftspolitik und eine zukunftsorientierte Netzpolitik ein.