(ots) - Die Biotechnologie wird als Quelle nachhaltiger,
Ressourcen schonender Verfahren und neuer Produkte für die Industrie
immer wichtiger. Dies gilt insbesondere für die Chemiebranche, aber
auch für andere produzierende Gewerbe wie beispielsweise die
Nahrungsmittel-, Textil- oder Papierindustrie. Diesen Trend in der
industriellen Produktion begleiten die neue Sonderschau und das Forum
"Industrielle Biotechnologie" auf der diesjährigen BIOTECHNICA vom
11. bis 13. Oktober. Dort werden neue, konkrete Beispiele für den
Einsatz biotechnologischer Verfahren in der industriellen Produktion
präsentiert.
Vielfältige Fähigkeiten von Mikroorganismen
Durch den Fortschritt in der Molekularbiologie sind inzwischen die
vielfältigen Fähigkeiten von Mikroorganismen sowie deren große Anzahl
unterschiedlicher Stoffwechselprodukte ins Blickfeld der Prozess- und
Produktionstechnik gerückt. Sie erlauben es, manche Produkte weitaus
effizienter als mit traditionellen, chemischen Verfahren
herzustellen. Dies hat in den vergangenen Jahren zu einer so
genannten "Biologisierung" der Produktionsverfahren in der Industrie
geführt.
Welche Verfahren werden künftig in industriellen Prozessen
eingesetzt? Wie können hierbei Biowissenschaftler und Ingenieure in
interdisziplinären Projektteams voneinander profitieren? Diese und
weitere Fragen werden am Mittwoch, 12. Oktober 2011, im Forum in
Halle 9 beantwortet. Im Fokus der Vorträge stehen die Entwicklung von
Biokatalysatoren, Prozessentwicklung und -optimierung sowie die
Exploration mariner Ressourcen.
Zu den Referenten gehört unter anderem Dr. Ulrich Kettling,
Süd-Chemie AG, München. Er wird über neue Fermentationssubstrate für
bio-basierte Chemikalien und Biokraftstoffe referieren. Dr. Hubert
Bernauer von der ATG:biosynthetics GmbH, Freiburg, spricht über die
Notwendigkeit von Standardisierung und Modularisierung für ein
effizientes "metabolic engineering". Zudem befasst sich Anna
Klindworth vom Bremer Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie
mit den Einsatzmöglichkeiten von Enzymen eines marinen
Modellorganismus. Das Impulsreferat hält Professor Stefanie Heiden
von der Allianz Industrie Forschung (AIF), Köln. Ferner werden
erfolgreiche Beispiele aus den Netzwerken präsentiert, die in der
Initiative "BioIndustrie 2021" vom Bundesministerium für Bildung und
Forschung (BMBF) gefördert wurden.
Die Sonderschau und das "Forum Industrial Biotechnology" werden
von der Deutschen Messe AG, Hannover, gemeinsam mit der BIOCOM AG,
Berlin, ausgerichtet. Weitere Informationen unter
www.biotechnica.de/industrialbiotech_d .
Ansprechpartnerin für die Redaktion bei der Deutschen Messe:
Katharina Siebert
Tel.: +49 511 89-31028
E-Mail: katharina.siebert(at)messe.de
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