1300 Globalisierungskritiker aus aller Welt erörtern Wege aus der Krise
1300 Globalisierungskritiker aus aller Welt erörtern Wege aus der Krise
(pressrelations) -
- Mehr als 1300 Globalisierungskritiker aus aller Welt erörtern Wege aus der Krise
- Europäische Netzwerk-Akademie von Attac vom 9. bis 14. August in Freiburg
Mehr als 1300 Aktivisten aus aller Welt haben sich bei der Europäischen Netzwerk-Akademie von Attac (European Network Academy / ENA) vom 9. bis 14. August in Freiburg versammelt, um Alternativen zum krisengeschüttelten Weltwirtschaftssystem zu entwickeln und vorantreiben. Die desaströse Funktionsweise der Finanzmärkte ist zentraler Gegenstand der Kritik der Teilnehmer.
"Attac ist nicht hier, um zu sagen 'Wir haben es euch ja gesagt' ? auch wenn wir es gesagt haben, und zwar seit Jahren. Wir haben konkrete Vorschläge, wie Menschen und die Umwelt Vorrang erhalten vor den unverschämten Profiten einiger weniger. Diese Vorschläge funktionieren, sie müssen nur eine Chance erhalten", sagte die prominente Globalisierungskritikerin und Ehrenpräsidentin von Attac Frankreich, Susan George.
"Mehr als ein Jahrzehnt lang haben die Politiker unsere Forderungen nach demokratischer Kontrolle der Finanzmärkte ignoriert. Inzwischen wird die Notwendigkeit einer stärkeren Regulierung breit diskutiert. Doch die tatsächliche Einführung einer Finanztransaktionssteuer und anderer regulierender Instrumente ist weit entfernt ? trotz schöner Reden und herzerwärmender Erklärungen der G20 und anderer internationaler Gremien.
Und das bisschen Regulierung, das es inzwischen gibt, ist viel zu spät gekommen", sagte Hugo Braun vom deutschen Attac-Koordinierungskreis und einer der Organisatoren des Treffens.
Die Panik auf den Finanzmärkten ist zurückgekehrt. Angesichts dessen, dass die Verschuldung der USA und der EU-Länder seit langem bekannt ist, zeigt der Börsencrash nach der Abwertung der US-Staatschulden abermals die Irrationalität der Finanzmärkte.
"Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf: Steht auf und schließt euch unserer Bewegung an! Gemeinsam entwickeln wir Alternativen zur Krise und setzen uns für eine bessere Welt ein. Das ist der beste Weg in eine Zukunft, in der alle Menschen ein gutes Leben auf einer ökologisch und sozial nachhaltigen Basis führen können", sagte Benedikte Hansen, Präsidentin von Attac Norwegen.
Attac fordert:
- Die sofortige Einführung der Finanztransaktionssteuer, um Spekulation einzudämmen.
- Das sofortige Verbot aller Spekulationsformen, die ganze Volkswirtschaften und Gesellschaften gefährden ? einschließlich eines umfassenden und endgültigen Verbots von Leerverkäufen und Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps).
- Keine bedingungslosen Bankenrettungen. Banken, die nicht überlehensfähig sind, müssen vergesellschaftet und unter demokratische Kontrolle gestellt werden, damit sie den Bedürfnissen der Menschen und nicht den Profiten der privaten Aktionäre dienen.
- Alle Finanzinstitute, die als zu groß zum Scheitern ("too big to fail") erachtet werden, müssen in kleinere Einheiten zerlegt werden.
- Keine Kürzungspolitik. Stattdessen müssen neue Quellen für Staatseinnahmen erschlossen werden. Öffentliche Daseinsvorsorge und öffentliche Investitionen müssen ausgebaut, nicht reduziert werden. Alle finanz- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen müssen darauf abzielen, den Reichtum umzuverteilen und öffentliche Einnahmen zu generieren.
- Alle Staatschulden müssen von einem unabhängigen, zivilgesellschaftlichen Gremium überprüft werden (Schuldenaudit).
- Illegale und illegitime Schulden müssen gestrichen werden.
- Die Europäische Zentralbank muss demokratischer Kontrolle unterworfen werden. Ihr Mandat muss geändert werden, so dass sie direkt Kredite an Staaten der Eurozone vergeben kann.
Mehr Informationen:
http://www.ena2011.eu http://www.attac.org/de http://www.attac.de/eurokrise Für Rückfragen und Interviews:
* Susan George, Ehrenpräsidentin von Attac Frankreich,
susangeorge(at)free.fr.
* Hugo Braun, Koordinierungskreis Attac Deutschland, +49 - 171 54 22 515
* Benedikte Hansen, Präsidentin von Attac Nowegen, +47 - 915 87 423
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 12.08.2011 - 15:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 461011
Anzahl Zeichen: 4634
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und MedienresonanzanalysenDiese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
1300 Globalisierungskritiker aus aller Welt erörtern Wege aus der Krise"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Attac Deutschland (
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
- Attac und Aktion Agrar gegen Milchüberproduktion und Billigexport von Milchpulver
Bestärkt durch die große Demonstration "Wir haben Agrarindustrie satt"!"
am Samstag in Berlin, haben das globalisierungskritische Netzwerk Att ...
Neujahrsaktion gegen Freihandelsabkommen EU-Kanada
+ Montag, 4. Januar 2016, 11 Uhr
+ Vor dem Bundestag, Platz der Republik 1, Berlin
Aktivistinnen und Aktivisten von Attac erlegen vor dem Bundestag das CETA-Monster. Mit dieser Aktion setzt ...
ac fordert Debatte über Alternativen zur Welthandelsorganisation
Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass auch die gestern in Nairobi begonnene 10. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) das Versprechen nicht einlösen wird, die Intere ...