LINDNER: CSU-Position zur Zuwanderung ist wirtschaftspolitischer Unsinn (11.08.2011)
(pressrelations) - ellvertretende FDP-Sprecherin KATHRIN KLAWITTER teilt mit:
Berlin. Ein Gespräch mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, JOHANNES SINGHAMMER (CSU), zitiert die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" heute mit den Worten: "Frühestens, wenn hierzulande Vollbeschäftigung herrsche, könne über mehr Zuwanderung nachgedacht werden. ,Aber selbst dann wäre es besser, die Unternehmen ins Ausland zu verlagern ? anstatt dass wir die Arbeitskräfte ins Inland holen?". Dazu erklärt FDP-Generalsekretär CHRISTIAN LINDNER:
"Von der CSU hat man früher Patriotismus und Wirtschaftskompetenz erwartet. Die Position der CSU, besser deutsche Unternehmen ins Ausland zu schicken als Fachkräfte nach Deutschland zu holen, ist dagegen nicht nur unpatriotisch, sondern auch wirtschaftspolitischer Unsinn.
Wir müssen bessere Bildungschancen, mehr Aktivierung von Arbeitslosen und eine gesteuerte Zuwanderung verbinden. Daran arbeitet die FDP in der Koalition. Deutschland muss dabei erkennen, dass aus den Reserven im Arbeitsmarkt der Bedarf nach Hochqualifizierten niemals voll gedeckt werden kann. Eine Anbindung an das Kriterium der Vollbeschäftigung ist deshalb realitätsfern.
Die CSU sollte sich diesen Einsichten nicht länger verschließen. Sonst behält sie am Ende Recht, weil Arbeitsplätze und damit Wachstum und Wohlstand sich verabschieden. Dann werden uns in wenigen Jahren die Arbeitnehmer fehlen, die wir zur Finanzierung unseres Sozialstaates brauchen. Dann müssten immer weniger Schultern immer höhere Lasten tragen."
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