GEISEN: Transparenz und Warenterminbörsen wichtig für Agrarmärkte (28.06.2011)
(pressrelations) -
BERLIN. Zur Anhörung des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zu Spekulationen mit Agrarrohstoffen erklärt der Experte für Ländliche Räume der FDP-Bundestagsfraktion Edmund GEISEN:
Die Anhörung im Ausschuss hat deutlich gezeigt, dass die Vorschläge der G-20-Staaten letzte Woche in die richtige Richtung gehen: eine Datenbank für die wichtigsten Agrarrohstoffe Weizen, Mais, Reis und Soja aufzubauen, mehr Transparenz auf den Agrar- und auf den Agrarderivatmärkten zu schaffen und eine Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktion anzustreben. Sie sind nicht nur geeignet, diese Märkte effizienter zu gestalten, sondern auch einen Beitrag zur Bekämpfung des Hungers in der Welt zu leisten.
Gerade die Vertreter der landwirtschaftlichen Produktion betonten, dass Spekulationen auf den Märkten wichtig seien, um die agrarischen Rohstoffan- und -verkäufe der Warenterminmärkte auf den Finanzmärkten abzusichern. Dabei spielen die Warenterminmärkte eine große Rolle bei der Begrenzung der Preisrisiken und sollten keine weiteren Regulationen erfahren. Nur durch große Handelsvolumina und die Transparenz aller Akteure wird die Funktionsweise dieser Märkte gesichert. Deshalb ist der Aufbau eines Landwirtschaftlichen Marktinformationssystems (AMIS), das Daten über Anbau, Ernte und Lagerbestände der oben genannten Produkte in einer international zugänglichen Datenbank zusammenfasst, der wichtigste Erfolg des Treffens der G-20-Staaten. Die FDP-Bundestagsfraktion wird sich dafür einsetzen, dass diese Vorschläge international akzeptiert und umgesetzt werden.
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