(ots) - von Robert Peters
Das zweite deutsche FuĂball-SommermĂ€rchen ist ausgeblieben.
DarĂŒber muss sich niemand wundern. Eine Wiederholung der Ereignisse
von 2006 war schlieĂlich nicht zu erwarten. Damals hatte sich ein
ganzes Land vor den Augen der Welt neu erfunden. Gelegentlich zur
eigenen Ăberraschung. Den Beweis, dass hier fröhliche Menschen leben,
die eine dauerhafte Party feiern und SpaĂ am FuĂball haben, mussten
die Frauen 2011 nicht mehr fĂŒhren. Dennoch hat sich der Deutsche
FuĂball-Bund das MĂ€rchenmotiv ins Programm geschrieben. Ein Fehler.
Der DFB wollte nicht nur das Fest von 2006 wieder auffĂŒhren, er
beschÀftigte sich auch nicht mit dem Gedanken an ein sportliches
Scheitern. Der nÀchste Fehler. Und er wollte, wenn schon nicht
FuĂball-Deutschland dann zumindest den FrauenfuĂball neu erfinden.
Das ist ihm nicht gelungen. Das DFB-Team ist trotz grandioser
Vorbereitung am eigenen Anspruch zerschellt. Und der FuĂball hat
keine neue QualitÀt nachgewiesen. Allenfalls in der Vermarktung der
Randsportart hat der DFB Historisches geschafft. Noch nie versammelte
der FrauenfuĂball so viele Zuschauer vor den Fernsehern. Das hatte
schon etwas von einem MĂ€rchen. Aber nur das.
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