(ots) - Olympia ist einmalig - und die Münchner Bewerbung
war es auch. Natürlich gibt es an der verheerenden Niederlage in
Durban nichts zu deuteln, aber die Steuerzahler dürfen sich sogar ein
bisserl als Gewinner fühlen. Denn die Olympia-Kritiker rechnen nur
die halbe Bilanz vor. Fakt ist: Die sieben Millionen Euro von Stadt,
Freistaat und Bund waren das Kapital, das zusätzlich 26 Millionen aus
der Wirtschaft erbracht hat. Nie zuvor in der Geschichte der
Landeshauptstadt hat es eine weltweit beachtete Marketingkampagne
gegeben, die zu einem solchen großen Anteil aus privaten Geldern
bezahlt worden ist. Für eine Wintersportnation wie Deutschland, mit
Zehntausenden Arbeitsplätzen allein im Tourismus, war diese
Werbeoffensive Gold wert. In Österreich investieren sogar einzelne
Regionen höhere Beträge in Imagekampagnen - und bekommen dafür
erheblich weniger Aufmerksamkeit. Wir Deutsche müssen lernen, dass es
selbst in bekannten Orten wie Garmisch und Berchtesgaden nicht mehr
ausreicht, von der Erinnerung zu leben. Zukunft braucht Mut zur
Investition.
Andreas Beez
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