(ots) - Sorgen um das "mediale Gedächtnis" sind
unbegründet - die Bestände des Deutschen Rundfunkarchivs bleiben
genauso erhalten wie dessen Dienstleistungen für die Öffentlichkeit.
Bei Ihrer Sitzung in Würzburg haben sich die ARD-Intendantinnen
und Intendanten auch mit der Zukunft des Deutschen Rundfunkarchivs
beschäftigt. Sie betonen nachdrücklich, dass nicht daran gedacht ist,
die Bestände des Deutschen Rundfunkarchivs in Babelsberg und
Frankfurt am Main aufzulösen. Es besteht auch nicht die Absicht, die
Dienstleistungen dieses Archivs gegenüber Zuschauern und Hörern,
Wissenschaft und Forschung, Bildungsinstitutionen oder gegenüber den
öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten massiv einzuschränken.
Diesen falschen Eindruck hatten einige Presseartikel in den letzten
Wochen vermittelt.
Das Deutsche Rundfunkarchiv leistet einen wichtigen wichtige
Beitrag zur Sicherung des kulturellen und audio-visuellen Erbes in
Deutschland. Gleichzeitig trägt es auch dazu bei, den Bildungsauftrag
der ARD einzulösen.
Eine finanzielle und technische Herausforderung stellt aktuell die
Digitalisierung dieser Archivmaterialen dar. Sie ist erforderlich zur
physischen und inhaltlichen Sicherung der Hörfunk- und
Fernsehbeiträge. Die Digitalisierung der Materialien macht sie zudem
besser für die digitalen Produktionsprozesse im Rundfunk zugänglich.
Die ARD-Vorsitzenden Monika Piel stellte noch einmal klar: "Alle
ARD-Anstalten stehen vor großen finanziellen Herausforderungen und
prüfen, wie sie durch Synergien ihr Leistungsniveau mit weniger
finanziellem Aufwand künftig halten können. Wenn alles auf dem
Prüfstand steht, können auch Gemeinschaftseinrichtungen der ARD wie
zum Beispiel die Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv davon nicht
ausgenommen werden. Diese Prüfung zielt jedoch nicht auf die
Abschaffung des DRA, sondern darauf, die Leistungen dieser 1952 als
"Lautarchiv des deutschen Rundfunks" gegründeten Einrichtung zu
optimieren."
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