(ots) -
Autonomic Technologies, Inc. (ATI), gab auf dem 15. Jahreskongress
der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft in Berlin erste positive
Studienergebnisse seines neuartigen Neurostimulators zur Behandlung
von Cluster-Kopfschmerzen bekannt.
Cluster-Kopfschmerz ist eine neurologische Erkrankung mit äußerst
intensivem, stechendem Schmerz, der einseitig um das Auge auftritt.
Diese Art von Schmerz wird auch "Selbstmord-Kopfschmerz" bezeichnet
und zählt zu den schlimmsten Schmerzformen beim Menschen.
An der Pathway CH-1 Studie, die die Sicherheit und Wirksamkeit des
ATI Neurostimulators untersucht, nehmen bislang 22 Personen teil;
insgesamt sind für die Studie rund 40 Patienten vorgesehen. Von 7
dieser 22 Patienten liegen Stimulationsdaten aus der Titrationsphase
vor. Eine Schmerzlinderung innerhalb von 15 Minuten -primärer
Endpunkt der Studie- wurde bei 67 Prozent der behandelten
Kopfschmerzattacken (n=48) erreicht. Gleichzeitig hat sich mit der
Stimulation die Häufigkeit der Kopfschmerzen bei der Mehrheit der
Patienten verringert.
"Die Ergebnisse sind sehr ermutigend", sagte Prof. Dr. Schoenen
von der Universität Lüttich. "Chronischer Cluster-Kopfschmerz
verursacht schwerste Beeinträchtigungen und starke Schmerzen, die es
den Betroffenen oft unmöglich machen, ein normales Leben zu führen.
Gemeinsam mit den Studienärzten freue ich mich auf die Fortsetzung
der Forschungsarbeit zu dieser neuartigen Kopfschmerz-Therapie sowie
auf die künftige Erforschung dieses Therapieansatzes bei schwerer
Migräne."
Prof. Dr. Arne May, Neurowissenschaftler am Universitätsklinikum
Hamburg-Eppendorf und Präsident der Deutschen Migräne- und
Kopfschmerzgesellschaft (DMKG), erläuterte: "Bisher gab es für
Cluster-Kopfschmerzpatienten nur wenige Behandlungsoptionen. Die
gängigen Ansätze umfassten die präventive Medikation und abortive
Therapien zur Akutbehandlung wie teure injizierbare Substanzen und
die Sauerstoffinhalation. Diese Behandlungsformen können jedoch bei
manchen Patienten nicht angewendet werden. Ich hoffe, dass sich
dieser neue therapeutische Ansatz weiterhin bei vielen
Cluster-Patienten als chancenreich erweist."
Der in der Erprobungsphase befindliche Neurostimulator ist
mandelgroß und wurde für die Behandlung starker Kopfschmerzen
einschließlich Cluster-Kopfschmerz und Migräne entwickelt. Er wird
ohne sichtbare Narben oder kosmetische Beeinträchtigungen in das
Zahnfleisch implantiert. Die Implantats-Spitze wird an dem als
Ganglion sphenopalatinum oder Meckel-Ganglion bezeichneten
Nervenbündel hinter dem Wangenknochen platziert.
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Katja Korehnke
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