PresseKat - 4. IDM-Lauf 2011 - Sachsenring (17. - 19. Juni 2011):Überraschungs-Siege durch Marc Moser (Yamaha)

4. IDM-Lauf 2011 - Sachsenring (17. - 19. Juni 2011):Überraschungs-Siege durch Marc Moser (Yamaha) und Sarah Heide (Suzuki) in der IDM Supersport

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(ots) - Mit Marc Moser (Dieburg/Yamaha) und
Sarah Heide (Limbach-Oberfrohna/Suzuki) gab es in der Klasse IDM
Supersport vor 25.000 Fans am Sachsenring zwei Überraschungs-Sieger.
Marc Moser, erst 17 Jahre alt, feierte seinen ersten IDM
Supersport-Sieg im Lauf 1 am Samstag. Am Sonntag stand nach einem
Chaos-Rennen mit Sarah Heide, die erste Frau auf dem Podest, die je
ein Supersport-Rennen gewinnen konnte.

Bereits im Zeittraining war es Marc Moser, der die schnellste
Trainingszeit einfahren konnte. Günther Knobloch (AUT), Jesco Günther
(Wuppertal/ beide Yamaha) und Jan Bühn (Kronau/Suzuki) komplettierten
die erste Reihe.

Das erste IDM-Supersport-Rennen am Samstagnachmittag konnte Marc
Moser mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur 0,04 Sekunden für sich
entscheiden. Die Freude über den Triumph war doppelt so groß, denn
die Geschichte klingt eigentlich wie aus einem Bilderbuch. Am
Montagabend wurde der Anhänger von Marc Moser, samt zwei
Rennmotorrädern und dem kompletten Werkzeug gestohlen. "Alles war
weg, wir standen vor dem Nichts. Dank Michael Galinski (Teamchef vom
Yamaha Motor Deutschland) konnten wir hier am Sachsenring überhaupt
fahren. Er hat uns unter die Arme gegriffen und uns kurzer Hand ein
Motorrad zur Verfügung gestellt. Dass wir hier nun gewinnen können,
hätte unter diesen Voraussetzungen keiner gedacht", strahlte Marc
Moser nach dem Rennen. Zweiter wurde Günther Knobloch, Jesco Günther
komplettierte das Podium.

Nach dem Start war es Moser, der sich zunächst etwas vom
Verfolgerfeld lösen konnte. Doch schnell hatte sich an der Spitze
eine Fünfer-Gruppe mit Moser, Günther, Knobloch, Stefan Kerschbaumer
(AUT) und Ben Gädke (Oelsnitz/ beide Yamaha) gebildet. Als erster
musste Gädke die Segel streichen und fiel durch Sturz aus dem Rennen.
Gegen Rennhälfte konnten auch Kerschbaumer und Günther das Tempo an




der Spitze nicht mehr mitgehen und fielen ebenfalls etwas zurück.

In den letzten Runden bildete sich an der Spitze ein spannender
Zweikampf zwischen Moser und Knobloch. Gegenseitig pushten sich die
beiden Yamaha-Piloten zu immer besseren Rundenzeiten. In der 16. von
20 Runden startete Knobloch seinen ersten Angriff Ende Start- und
Ziel und bremste sich an Moser vorbei. Doch der Bremspunkt war zu
spät gewählt und der Österreicher musste einen großen Bogen fahren.
So huschte Moser wieder vorbei. Nächste Runde selbes Spiel. Wieder
war "Knobi" vorbei, diesmal hielt er die Spitzenposition auch, bis
wenige Meter vor dem Ziel. Denn in der vorletzten Kurve bremste sich
Marc Moser eiskalt vorbei und sicherte sich mit einem hauchdünnen
Vorsprung seinen ersten IDM-Supersport-Sieg.

Hinter Knobloch und Günther kam Kerschbaumer als Vierter ins Ziel,
gefolgt von Daniel Sutter (SUI/Kawasaki), der sich in einer Gruppe
von acht Piloten durchsetzen konnte.

Die Sensation - Erster Sieg einer Frau in der IDM Supersport

Beim Sonntags-Rennen machte Sarah Heide die Sensation perfekt und
gewann als erste Frau ein IDM Supersport-Rennen. Kurz vor dem Rennen
öffnete der Himmel seine Schleusen. Ein kräftiger Schauer und die
Strecke war komplett nass. Doch in der Startaufstellung kam wieder
die Sonne heraus und es begann abzutrocknen. Reifen-Poker war
angesagt. Die ersten Startreihen setzten komplett auf Regenreifen,
lediglich Thomas Walther (Schleiz/Suzuki) auf Startplatz 15 und Sarah
Heide (Startplatz 24) pokerten und gingen auf Slick-Reifen ins
Rennen.

Nach dem Start war es zunächst Jesco Günther, der das Feld
anführte, vor Stefan Kerschbaumer, Marc Moser und Ben Gädke. Bereits
in den ersten Runden waren die Slick-bereiften Piloten Walther und
Heide auf dem Vormarsch. Die Strecke trocknete immer mehr ab und die
beiden Suzuki-Fahrer machten Platz für Platz gut. Bereits in der
sechsten Runde griff Walther nach der Spitze, gefolgt von seiner
Teamkollegin Sarah Heide.

Immer mehr Piloten bekamen mit ihren Regenreifen Probleme. Ben
Gädke, der kurz das Rennen anführte, stürzte und zog sich dabei einen
Bruch des rechten Unterarmes zu. Neben den Fahrern aus den ersten
Startreihen Daniel Sutter, Jan Bühn und Michael Peh kamen immer mehr
Piloten an die Box. Teilweise wurden die Reifen gewechselt, meist
wurde das Rennen aber vorzeitig beendet.

In der achten Runde erneute Aufregung. Thomas Walther bekam eine
Zeitstrafe von 30 Sekunden. Der Grund: Sein Team hatte in der
Startaufstellung nach dem 1-Minuten Schild unerlaubt noch am Motorrad
geschraubt. So war es Sarah Heide, die plötzlich das Rennen anführte.

Hinter Heide und Walther kämpfte Marc Moser mit Sergei Krapukhin
(RUS/Yamaha), der von Startplatz 30 aus ins Rennen ging, um den
letzten Podestplatz. Auch der Moskauer hatte auf Trockenreifen
gesetzt und sicherte sich in der vorletzten Runde den dritten Platz.
"Es war schon sehr kurios, Anfangs des Rennens hatten wir mit den
Reifen zu kämpfen und ich bin sogar mit einem anderen Fahrer zusammen
gestürzt. Ich konnte Gott sei Dank weiterfahren. Als die Strecke
abtrocknete, konnte ich mich nach vorn kämpfen. Dass ich jetzt auf
dem Podest stehe ist schon absolut Wahnsinn", strahlte Krapukhin bei
der Pressekonferenz.

Der Sieger vom ersten Lauf, Marc Moser, kämpfte mit Regenreifen
mit stumpfen Waffen und wurde als Vierter abgewinkt. Nur diese vier
Fahrer blieben in einer Runde, die übrigen waren am Ende überrundet.

Mit Sarah Heide gewann die erste Frau überhaupt ein IDM
Supersport-Rennen. Auf dem Siegerpodest zeigte sich die Rennamazone
als äußerst sparsam und hielt die Sektflasche für das Team und die
anschließende Siegesfeier geschlossen. "Es ist Wahnsinn - ich kann es
kaum glauben. Im Rennen konnte ich mich kaum konzentrieren. Als ich
an der Boxentafel P1 gelesen habe, dachte ich nur, wieso das denn, wo
ist Thomas hin? Von da an schaute ich nur noch auf die Rundenanzeige
und ignorierte die Boxentafel, weil ich so nervös war."

In der Gesamtwertung führt nach acht von 16 Rennen weiterhin Jesco
Günther mit 157 Punkten, vor Daniel Sutter mit 128 Zählern und
Günther Knobloch (121).

Ergebnisse IDM Supersport:

7. Lauf: 1. Marc Moser (Dieburg) 29.14,217 Min., 2. Günther
Knobloch (AUT) 0,042 Sek. zur., 3. Jesco Günther (Wuppertal) 10,134
Sek. zur., 4. Stefan Kerschbaumer (AUT/alle Yamaha) 11,580 Sek. zur.,
5. Daniel Sutter (SUI/Kawasaki) 21,882 Sek. zur., 6. Jan Bühn
(Kronau/Suzuki) 22,026 Sek. zur.

8. Lauf: 1. Sarah Heide (Limbach-Oberfrohna) 28.34,506 Min., 2.
Thomas Walther (Schleiz/beide Suzuki) 11,729 Sek. zur., 3. Sergei
Krapukhin (RUS) 41,092 Sek. zur., 4. Marc Moser (beide Yamaha) 53,828
Sek. zur., 5. Didier van Keymeulen (BEL/Suzuki) 1 Runde zur., 6.
Pepijn Bijsterbosch (NED/Yamaha) 1 Runde zur.

IDM-Punktestand nach (8 von 16 Rennen):

1. Günther 157, 2. Sutter 128, 2. Knobloch 121, 4. Walther 71,
5David Linortner (AUT/Yamaha) 71, 6. Roman Raschle (SUI/Kawasaki) 68

Weitere Informationen und Pressefotos finden Sie auf der
IDM-Homepage unter www.idm.de .

Text: Conny Fulk



Pressekontakt:
IDM Int. Deutsche Motorradmeisterschaft
Wolfgang Mihan
Telefon: 0172-3505086
Mail: presse(at)idm.de
Twitter: IDMpress


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Datum: 19.06.2011 - 20:30 Uhr
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