Bundesrat begrüßt EU-Initiative zum Aufbau intelligenter Stromnetze
(pressrelations) - Die Länder haben in ihrer heutigen Plenarsitzung das von der EU-Kommission verfolgte Ziel, Entwicklung und Aufbau sogenannter intelligenter Stromnetze als Grundbedingung für den Umbau der Energieversorgung zu fördern, grundsätzlich begrüßt. Sie sehen hierin einen Beitrag zur Entwicklung einer zukunftsfähigen Energieinfrastruktur.
Die Länder halten für die erforderliche Netzintegration der erneuerbaren Energien die alleinige Einführung intelligenter Netze jedoch nicht für ausreichend. Auch Netzausbau und Bau von Stromspeichern seien daneben unumgänglich. Daher sei bei jedem Schritt zum Aufbau intelligenter Netze Aufwand und Nutzen kritisch zu hinterfragen. Im Rahmen der Regulierung sollten nur Investitionen begünstigt werden, mit denen Effizienzzuwächse und niedrigere Kosten verbunden seien und von denen auch die Endverbraucher einen Vorteil hätten. Der Bundesrat sieht daher die Notwendigkeit zu einer mehr inhaltlich bestimmten Beschreibung intelligenter Netze und schlägt zugleich eine umfassende Information aller Stromverbraucher vor. Er betont, dass für den Erfolg insbesondere auch die Akzeptanz beim Endverbraucher erforderlich ist. Daher sei es ganz wesentlich, dass mit dem Aufbau der Netze auch die entsprechenden Endgeräte zur Verfügung stehen. Die derzeit verfügbare Technik mache aktuell noch keine sinnvolle flächendeckende Nutzung von intelligenten Netzen möglich.
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