(ots) - Wie ein internationales Archäologenteam versucht,
den Totentempel des Amenophis III. wieder auferstehen zu lassen,
zeigt die ZDF-Dokumentation "Die Wiederkehr des Pharao" am
Donnerstag, 2. Juni 2011, 19.30 Uhr. Es war der größte Tempel, der je
für einen Pharao erbaut wurde. Seine Fertigstellung dauerte fast drei
Jahrzehnte, aber schon wenig später wurde dieser Bau der Superlative
durch ein Erdbeben größtenteils zerstört. Das "Terra X"-Team besucht
die Ausgräber vor Ort und dokumentiert, vor welchen Herausforderungen
die Arbeiter auf der Großbaustelle stehen. Die Untersuchung des 700
mal 550 Meter großen Areals, die Bergung und Wiederaufstellung der
bis zu 400 Tonnen schweren Bruchstücke der Kolossalstatuen und die
Sicherung des Gebiets vor dem steigenden Grundwasser sind nur einige
dieser schier unlösbar erscheinenden Mammutaufgaben. Der Film von
Bertram Verhaag zeigt eindrücklich, wie die Archäologen das so
genannte Statuenprogramm der riesigen Tempelanlage rekonstruieren,
und lässt erahnen, wie sie vor über 3000 aufgestellt werden konnten.
Als die Ägyptologin Hourig Sourouzian vor mehr als zehn Jahren die
Arbeiten an dem Tempel aufnahm, waren von der gigantischen Anlage nur
noch zwei Kolossalstatuen des Pharaos, die so genannten
Memnonkolosse, zu sehen. Denn in der Zeit nach Amenophis III. hatte
der Tempel als Steinbruch für die umliegenden Bauten anderer
Pharaonen gedient. Auch in der Neuzeit wurden noch unzählige Statuen
von dem Areal entfernt. Sie sind heute über Museen in der ganzen Welt
verstreut, wie zum Beispiel die löwenköpfige Göttin Sachmet, von der
einst 730 Skulpturen das Gebäude zierten. Wegen des fortschreitenden
Zerfalls setzte die "World Monuments Watch" die Reste des Tempels auf
die Liste der 100 am meisten gefährdeten Denkmäler der Welt. Die
Arbeiten der Archäologen sollen weitere Zerstörung verhindern und die
noch vorhandenen Strukturen sichern. Erstaunlicherweise kamen während
der bisherigen Grabungen neben Tausenden Fragmenten auch Dutzende von
gut erhaltenen Statuen zutage. Ein Ziel der Ausgräber ist es, die
Bruchstücke der Kolossalstatuen, die einst die Durchgänge des Tempels
flankierten, wieder zusammenzufügen. Das Puzzle aus tonnenschweren
Steinbrocken ist eine technische Herausforderung, die in den
vergangenen Grabungskampagnen bereits mehrfach gemeistert wurde.
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