(ots) - "Stresstest für die Atomkraft - Fukushima und die
Folgen" lautet der Titel der "ZDFzoom"-Dokumentation am Mittwoch, 1.
Juni 2011, 22.45 Uhr. Dafür haben ZDF-Reporter das Atomkraftland
Deutschland und Nachbarländer bereist und gefragt: Wie nachhaltig hat
die Katastrophe im japanischen Fukushima die Zukunft der Kernenergie
beeinflusst? Hat Fukushima nun alles verändert, hat sich in allen
Bereichen der Atom-Welt etwas getan?
Kritisch zoomt die Dokumentation auf die Bereiche, in denen
business as usual herrscht, wo Geschäfte weitergehen. Die Autoren
gehen zu denen, für die Fukushima und auch die politischen
Entscheidungen in Berlin keineswegs das Ende der Atomkraft bedeuten,
die immer noch an die Atomkraft glauben, sie auch nach Fukushima
weiterhin für beherrschbar halten - und schaut auf die
Hoffnungsträger für mehr Sicherheit, die sich doch letztlich als mehr
oder weniger machtlos erweisen.
Noch ist die Atom-Katastrophe in Japan nicht unter Kontrolle, da
reißt Deutschland das Ruder herum. Dort, wo noch vor wenigen Monaten
Laufzeitverlängerungen für deutsche AKW beschlossen wurde, weht nun
der Wind der Energiewende - über alle Parteigrenzen hinweg. Die
Ethikkommission empfiehlt: Ausstieg aus der Atomenergie innerhalb
eines Jahrzehnts. Die Regierungskoalition beschließt: Das letzte
deutsche Kernkraftwerk geht 2022 vom Netz. Dann ist in Deutschland
Schluss mit Atomkraft. Aber war es das wirklich? Können wir uns nun
gedanklich von dem Thema Atomkraft verabschieden? Ist tatsächlich
Schluss?
Nach den jüngsten politischen Entscheidungen sehen sich
Atomkraftgegner am Ziel, sehen sich Greenpeace und Co. als Sieger.
Doch die Reporter von "ZDFzoom" ziehen nach ihren Recherchen, Reisen
und Gesprächen eine Bilanz, die ernüchternder auf den "Atom-Ausstieg
made in Germany" blicken lässt.
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