(ots) - Das Präsidium des Sport-Vereins "Werder" von 1899
e.V. hat am Dienstagabend in seiner ordentlichen Sitzung die
Einleitung des Ausschlussverfahrens gegen das Mitglied Jens Pühse
beschlossen. "Wir machen damit von unserem satzungsmäßigen Recht
Gebrauch, Mitglieder ausschließen zu können, die das Ansehen unseres
Vereins schädigen, insbesondere eine rassistische Gesinnung
vertreten. Es gab keine zwei Meinungen, dass in diesem Fall beides
zutrifft", sagte Dr. Hubertus Hess-Grunewald, Vize-Präsident des SV
"Werder" von 1899 e.V. "Gerade Werder ist seit vielen Jahren ein
Vorreiter in der Bundesliga beim Thema Anti-Diskriminierung und
Gewaltlosigkeit, deswegen wollen wir auch hier ein klares Signal
senden. Es ist für uns unbegreiflich, wie Herr Pühse überhaupt seine
politische Gesinnung in Einklang mit der Unterstützung für unsere
multikulturelle Profimannschaft bringen kann", ergänzte
Werder-Präsident Klaus-Dieter Fischer, der die Aktion als
Wahlkampfinszenierung der NPD einordnet.
Jens Pühse, der im NPD-Bundesvorstand und als Spitzenkandidat in
Bremerhaven arbeitet sowie in Bremen als NPD-Landeswahlkampfleiter
agierte, hatte sich bei den Grün-Weißen im Vorfeld der
Bürgerschaftswahlen bei Werder angemeldet. Erst im Januar 2011 hatte
er seinen Mitgliedsantrag unterzeichnet. Das Vereinspräsidium
forderte ihn daraufhin auf, den SV Werder sofort freiwillig wieder zu
verlassen. Pühse erklärte, dass er nicht freiwillig austreten werde.
Im Rahmen des Ausschlussverfahrens hat er zunächst Anspruch auf eine
Anhörung vor dem Vereinspräsidium.
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