(ots) - Perfektes Wochenende für den Krostitzer Toni
Finsterbusch: Der Mann aus dem Freudenberg Racing Team hat sich auf
dem Nürburgring nach der Pole Position vom Samstag auch den Sieg im
Rennen der IDM 125 am Sonntag (22. Mai) gesichert. Vor 15.800
Zuschauern setzte sich der KTM-Pilot in einem Thriller gegen die
Konkurrenz durch und holte sich seinen ersten Saisonsieg.
Finsterbusch gewann knapp gegen den Australier Jack Miller, der noch
beim Saisonauftakt in der Lausitz den Lauf gewonnen hatte, und gegen
Alexander Kristiansson aus Schweden.
Toni Finsterbusch kann mit einem Lächeln im Gesicht aus der Eifel
heimreisen: Der Krostitzer war auf dem Nürburgring einfach nicht zu
stoppen. Schon am Samstag hatte er sich die Pole Position gesichert -
und das um knappe 93 Tausendstelsekunden vor Jack Miller auf seiner
Aprilia. Dass das Rennen spannend werden würde, ließ die
Startaufstellung schon vermuten: Finsterbusch, Miller, Luca Amato,
Alexander Kristiansson, Phillip Öttl, Luca Grünwald, Michael
Ecklmaier und Maximilian Eckner lagen allesamt innerhalb einer
Sekunde.
So geschah es dann am Sonntag auch, dass sich vorn gleich eine
Fünfergruppe bildete, die hart um jeden Zentimeter des Eifel-Asphalts
focht. Finsterbusch hatte zwar den Start noch gewinnen können, aber
schon in der Mercedes Arena musste er sich seinem Konkurrenten Miller
beugen. Dies sollte aber nicht der letzte Positionswechsel der beiden
bleiben, denn zur Rennhalbzeit hatte sich eine Sechsergruppe
gebildet, in der auch der 14-jährige Bergisch Gladbacher Luca Amato,
sein Teamkollege Maximilian Eckner, Alexander Kristiansson und
Philipp Öttl mitmischten. Öttl allerdings manövrierte sich selbst aus
dem Fight um das Podest. "Ich bin in der Schikane geradeaus gefahren
und habe den Anschluss verloren", sagte der KTM-Pilot aus dem Team
HP-Moto. "Schade, denn ich habe mich wirklich gut gefühlt heute." Für
Rang sechs gab es allerdings noch wertvolle Punkte.
Der 5er-D-Zug sollte sich dann erst in der letzten Runde
sortieren. "Ich hatte mir schon einen Plan zurecht gelegt", sagte der
am Ende zweitplatzierte Australier Miller. "Aber ich habe auf der
letzten Runde einen Fehler eingebaut und dann war da noch eine gelbe
Flagge. Das war ein wirklich spannendes Rennen, eine große Gruppe und
das hat riesig Spaß gemacht. Ich hatte während des Rennens ein paar
Probleme mit einem rutschenden Hinterreifen, aber das konnte ich
kontrollieren." Der RZT-Racing-Pilot musste sich mit Rang zwei
zufrieden geben, wenngleich er die Flagge nur 0,136 Sekunden hinter
Sieger Finsterbusch sah.
"Endlich", freute sich Finsterbusch. "Als ich hier durch das Ziel
gefahren bin, habe ich mich richtig gefreut. Nach zwei Rennen standen
wir noch mit null Punkten da. Wir haben schon im Team gescherzt, dass
es für mich besser sei, wenn die Punkte für das Qualifying vergeben
würden. Aber das ist ja nicht der Fall. Ich bin jetzt einfach
überglücklich, dass es mit dem Sieg geklappt hat." Und auch sein
Teamchef zeigte sich zufrieden. "Wir haben mit Toni vorher
besprochen, dass wenn es zu einem Fight in Gruppen kommt, er abwarten
und erst am Ende des Rennens angreifen soll", so Michael Freudenberg
nach dem Rennen. "Das hat er heute einwandfrei umgesetzt und
bewiesen, dass er in einer Gruppe kämpfen kann."
Rang drei ging an den Schweden Alexander Kristiansson und auch der
zeigte sich zufrieden. "Das sind wieder gute Punkte für die
Meisterschaft", freute sich der KTM-Fahrer. Mit einem zweiten Platz
und zwei dritten Rängen in Folge war der Mann aus dem Team HP-Moto
von Ex-Grand Prix-Pilot Peter Öttl in bislang allen Rennen auf dem
Podest, einzig ein Sieg fehlt ihm noch. "Es hat Spaß gemacht, richtig
Spaß. Aber es war auch hart, denn wir waren eine große Gruppe und
haben ständig die Plätze gewechselt. Es war hart, hat aber richtig
Spaß gemacht. Ich wollte auch in der letzten Runde aus dem
Windschatten noch etwas probieren, aber dann kam da eine gelbe Flagge
und in den letzten Kurven war es nicht mehr möglich noch anzugreifen.
Ich bin richtig happy wieder auf dem Podest zu sein."
In der Gesamtwertung konnte Miller seinen Vorsprung auf Amato
ausbauen und liegt mit 65 Punkten jetzt elf Zähler vor seinem
Teamkollegen. Dahinter geht es eng zu: Kristiansson verliert nur zwei
Zähler auf Amato, Eckner (28), Michael Ecklmaier (26) und
Finsterbusch (25) liegen knapp dahinter.
Ergebnisse IDM 125:
3. Lauf: 1. Toni Finsterbusch (Krostitz/KTM) 33:15,975 Min., 2.
Jack Miller (AUS/Aprilia) 0,136 Sek. zur., 3. Alexander Kristiansson
(SWE/KTM) 0,268 Sek. zur., 4. Luca Amato (Bergisch-Gladbach) 1,668
Sek. zur., 5. Maximilian Eckner (Dresden/beide Aprilia) 1,706 Sek.
zur., 6. Philipp Öttl (Ainring/KTM) 6,117 Sek. zur.
IDM-Punktestand nach (3 von 8 Rennen):
1. Miller 65, 2. Amato 54, 3. Kristiansson 52, 4. Eckner 28, 5.
Michael Ecklmaier (Gars/Honda) 26, 6. Finsterbusch 25
Weitere Informationen und Pressefotos finden Sie auf der
IDM-Homepage unter www.idm.de .
Text: Toni Börner
Pressekontakt:
IDM Int. Deutsche Motorradmeisterschaft
Wolfgang Mihan
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