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Greenpeace: Auch das Auto braucht eine Energiewende

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Greenpeace: Auch das Auto braucht eine Energiewende

(pressrelations) -
Auto ""von morgen"" ist leicht, sparsam und effizient - egal mit welchem Antrieb Greenpeace fordert heute bei der Übergabe des Zwischenberichts der Nationalen Plattform fĂŒr ElektromobilitĂ€t (NPE) an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ein Umdenken in der Autoindustrie. Mit einem Banner, auf dem ""Energiewende beim Auto: leicht, sparsam, effizient"" steht und begleitet von dem sparsamen Greenpeace-Auto SmILE appellieren die UmweltschĂŒtzer an Frau Merkel, wirkliche Effizienz und wirklichen Klimaschutz auch beim Auto mehr ins Zentrum der Betrachtung zu rĂŒcken.

""Das Auto von morgen ist leicht, sparsam und effizient - egal bei welchem Antrieb"", sagt Wolfgang Lohbeck, Klima- und Verkehrsexperte von Greenpeace. ""Die Frage, ob das Auto mit Elektroantrieb oder mit Biogas fĂ€hrt, bleibt so lange sekundĂ€r, solange die Autoindustrie weiter große und ineffiziente Fahrzeuge baut. Mit ihrem Forderungskatalog nach mehr Elektroautos zeigen die Lobbyisten der NPE, dass es ihnen allein um Systemerhalt geht. Sie versuchen nur, dem unangetasteten Statussymbol Auto ein grĂŒnes MĂ€ntelchen umzuhĂ€ngen. Die Zeichen der Zeit haben sie aber nicht verstanden."

Eine Halbierung des Spritverbrauchs ist sofort und kostenneutral umzusetzen. Mit dem SmILE (fĂŒr Small, Intelligent, Light, Efficient) hat Greenpeace bereits vor 15 Jahren gezeigt, dass mit intelligenter Motorsteuerung (Downsizing and Supercharging), Gewichtsreduktion und Verbesserung der Aerodynamik und der Rolleigenschaften auch ein ganz normales Serienauto ohne Einbußen an Sicherheit, Komfort und Leistung mit der HĂ€lfte der Energie auskommt.

MobilitÀt der Zukunft braucht ein Gesamtkonzept

Die Energiewende im Verkehr muss eingeleitet werden durch eine drastische Verringerung des Spritverbrauchs der normalen Autos und durch EinfĂŒhrung der ElektromobilitĂ€t dort, wo es Sinn macht: in kleinen, leichten und dann auch erschwinglichen Fahrzeugen. Elektro-Autos hingegen, wie sie von der NPE gefördert werden, tragen weder zum Klimaschutz noch zur Abkehr vom Öl bei. Im Gegenteil, sie sorgen dafĂŒr, die Dominanz des schweren, gefĂ€hrlichen und Platz vergeudenden Autos von gestern weiter zu zementieren.





"Auch fĂŒr die MobilitĂ€t brauchen wir eine völlige Kehrtwende. Neben kleinen und leichten Autos braucht es ein Gesamtkonzept, wie eine umweltschonende MobilitĂ€t von morgen aussehen kann. Klimafreundliche Fortbewegung im nĂ€chsten Jahrhundert muss weit ĂŒber das Auto hinausgehen"", so Lohbeck weiter. Dazu gehören intelligente Vernetzungen verschiedener Carsharing-Modelle ebenso wie ausgeklĂŒgelte öffentliche Verkehrssysteme oder neue Techniken fĂŒr die Autobahn. ""Mit ihrer Diskussion um Antriebe lenkt die NPE von den eigentlichen Kernpunkten des Problems ab. Es ist ein gefĂ€hrlicher Fehler zu glauben, wir brĂ€uchten unsere Autos bloß mit Windstrom zu betreiben, und das ganze Klimaproblem der MobilitĂ€t hĂ€tte sich in Luft aufgelöst."" Greenpeace bittet die Kanzlerin, die Empfehlungen der NPE zurĂŒckzuweisen.


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Datum: 17.05.2011 - 14:30 Uhr
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