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Bologna-Zirkus und Master-Desaster

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Bologna-Zirkus und Master-Desaster

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"Die Bologna-Konferenz ist eine makabre Feierstunde. Ministerin Schavan begegnet den Sorgen der Studierenden mit Budenzauber", erklärt Nicole Gohlke, hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die heute in Berlin stattfindende 2. Bologna-Hochschulkonferenz zu den Bachelor- und Masterstudiengängen. Nicole Gohlke fährt fort:

"Die Bundesregierung lässt die anwachsenden Bachelor-Kohorten geradewegs ins Messer laufen. Die Zahl der Studienanfänger im Bachelor hat sich seit 2005 mehr als verdreifacht. Drei Viertel wollen nach dem Bachelor weiter studieren, viel mehr als vorgesehen. In den nächsten Jahren werden also deutlich mehr Masterstudienplätze gebraucht. Die Bundesregierung unternimmt nichts, um die nötigen Masterplätze zu schaffen.

Masterplätze fehlen schon heute. Ministerin Schavan sieht das anders. Sie verweist darauf, dass die meisten Masterstudiengänge nicht zulassungsbeschränkt sind. Das ist nur die halbe Wahrheit. Meist scheitert der Weg in den Master an zunehmend willkürlichen Zugangskriterien. Die Hochschulen verstecken den Mangel hinter einem Dickicht an Zugangsvoraussetzungen. Es ist höchste Zeit für ein Bundeshochschulzulassungsgesetz, um die faire und koordinierte Vergabe von Studienplätzen sicherzustellen. Der Hochschulpakt muss endlich auch den Anforderungen gerecht werden und ausreichend Masterstudienplätze zur Verfügung stellen."


F.d.R. Susanne Müller

Pressesprecher
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Datum: 06.05.2011 - 18:30 Uhr
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