(ots) - Der afrikanische Kontinent befindet sich im
dauerhaften Aufschwung. Dies zeigen Wachstumsraten des
Bruttoinlandsprodukts in Höhe von durchschnittlich 5% während der
letzen Dekade. Ausländische Investitionen sind von 9 Mrd. (2000) auf
54 Mrd.US$ (2009) geklettert - das heißt eine satte Steigerung um
500%. West- und Zentralafrika locken besonders mit ihren riesigen
Rohstoffvorkommen. "Hier könnte in der Zukunft eine afrikanische
Golfregion entstehen," meint Dieter Grau, Westafrika-Experte von
Germany Trade & Invest.
Ein Land wie Ghana glänzte beispielsweise 2010 mit einem
Investitionsrekord. Wie das Ghana Investment Promotion Centre (GIPC)
meldet, verdoppelten sich die Kapitalzuflüsse aus dem Ausland für
Investitionsprojekte auf knapp 1,3 Mrd. US$ aus insgesamt 385
registrierten Einzelvorhaben. Die wichtigsten Sektoren seien
Bauwirtschaft, Verarbeitungsindustrie, Dienstleistungen, Binnen- und
Exporthandel. In solchen Projekten kommen gerade deutsche
Mittelständler gut zum Zuge. Sie können zwar keine Hauptfinanzierung
wie die Chinesen bieten, aber spezielles technisches Know-how und
Produkte von herausragendem Ruf. "Jetzt ist Pionierzeit in
Westafrika," sagt Grau, "hätte sich die Deutschen nicht vor 20 Jahren
am Golf engagiert, wären sie heute nicht so dick im Geschäft."
Ghana gilt auch als das "Tor zu Westafrika". Hier haben Kenner das
mit 150 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Land Afrikas,
Nigeria, im Auge. Es ist ein vielversprechender Konsumentenmarkt und
zudem noch der wichtigste afrikanische Öllieferant Deutschlands. In
Nigeria sind alle für Entwicklungsländer wichtigen deutschen Branchen
vertreten: Transportausrüstungen, Maschinenbau, Chemie und Pharma,
Kommunikationstechnik, Kraftwerksanlagen sowie auch Dienstleister.
Abschreckend für viele Investoren ist inzwischen nicht mehr so
sehr die politische Unsicherheit in vielen afrikanischen Ländern,
sondern die Infrastruktur. Produktionsunternehmen leiden unter
tagelangen Stromausfällen. Hinzu kommt: lediglich ein Viertel der
Straßen ist asphaltiert und voller riesiger Schlaglöcher, die nachts
zur Todesfalle werden. Es fehlen Verladestellen zwischen Land, Bahn-
und Wassertransporten. Doch die Lage ändert sich: Chinesen, Inder und
Brasilianer bauen Verkehrswege, weil sie diese für die Erschließung
der Rohstoffe brauchen. Und bei der Ausrüstung dieser
Infrastrukturprojekte können die deutschen Firmen mitmischen.
Wer sich um die zahlreichen Ausschreibungen, die der Kontinent zu
bieten hat, bewirbt, stößt schnell auf das Thema Korruption. Der
Kenianer John Githongo gilt als einer der weltweit anerkanntesten
Korruptions-Bekämpfer. Sein Credo ist: "Die Idee, dass Wachstum und
Korruption zusammengehen und irgendwie zu einem demokratischen
Zustand führen, ist Unsinn." Germany Trade & Invest hat den
Journalisten und Politiker, der seinen Report auf Wikileaks
veröffentlichte und seit 2008 nach dreijährigem Exil wieder zurück in
Kenia ist, in 2 Wochen im Exklusivinterview. Zu lesen unter:
http://ots.de/L6LZx .
Germany Trade & Invest ist die Gesellschaft für Außenwirtschaft
und Standortmarketing der Bundesrepublik Deutschland. Die
Gesellschaft berät ausländische Unternehmen, die ihre
Geschäftstätigkeit auf den deutschen Markt ausdehnen wollen. Sie
unterstützt deutsche Unternehmen, die ausländische Märkte erschließen
wollen, mit Außenwirtschaftsinformationen.
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