(ots) - Nach Informationen des Medienmagazins journalist
ändert die Nachrichtenagentur dapd erneut ihre Honorarsätze für freie
Wortjournalisten. Demnach sollen die erst seit März geltenden
Pauschalen von Mai an deutlich angehoben werden.
Mit der Ankündigung, die Honorare ihrer freien Mitarbeiter
"harmonisieren" zu wollen, war dapd Ende Februar stark in die Kritik
geraten. De facto bedeutete die Vereinheitlichung der Honorarsätze
für viele Journalisten eine Kürzung. Als Einstiegspauschale für eine
Standardmeldung sind seither 5 Euro vorgesehen. Die Tagespauschale
("für unter acht Stunden") liegt bei 77 Euro.
dapd-Vorstandssprecher Wolfgang Zehrt will diese Sätze im
Nachhinein als "Übergangslösung" verstanden wissen. Die
Honorarangleichung sei "nicht glücklich kommuniziert" gewesen, räumt
Zehrt gegenüber dem journalist ein und kündigt an, dass dapd sich
bessern wolle. Nach einer neuen Honorartabelle, die dem journalist in
einer Vorabversion vorliegt und die von Mai an gelten soll, werden
dann 15 Euro als Einstiegspauschale für eine Meldung gezahlt. Der
Tagessatz (für einen Aufwand von fünf bis sieben Stunden) wird auf
100 Euro angehoben.
Verglichen mit anderen Nachrichtenagenturen liegt dapd mit diesen
Sätzen immer noch am unteren Ende des Honorarspektrums. Insgesamt ist
das Honorarniveau bei den Nachrichtenagenturen in Deutschland häufig
niedrig, wie der journalist in seiner April-Ausgabe recherchiert hat.
http://www.journalist.de/aktuelles/meldungen/dapd-flucht-nach-vorn
.html
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Matthias Daniel
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am Montag, 4. April 2011, um 22.45 Uhr" alt=""Beckmann"