Potsdamer Köpfe nachtboulevard mit Wolfgang Ihle und Stefanie Besson
(firmenpresse) - Depressionen gehören weltweit zu den häufigsten und beeinträchtigendsten Erkrankungen. Das Lebenszeitrisiko an einer Depression zu erkranken beträgt 15-25%, wobei Frauen ab dem Jugendalter doppelt so häufig betroffen sind wie Männer. Depressive Störungen gehen oft mit anderen Problemen wie Angststörungen oder Störungen durch Substanzgebrauch einher und erhöhen in bedeutsamer Weise das Risiko für suizidale Handlungen. Die Lebensqualität (beruflich, sozial) der Betroffenen und der Bezugspersonen ist deutlich beeinträchtigt. Die Entwicklung und der Einsatz wirksamer Therapieverfahren zur Prävention und Behandlung depressiver Störungen ist daher von großer Bedeutung. Im Vortrag wird insbesondere auf nichtmedikamentöse Ansätze zur Prävention und Behandlung depressiver Störungen eingegangen. Nach dem derzeitigen Wissensstand stehen wirksame psychologisch-psychotherapeutische Verfahren zur Prävention depressiver Störungen und zur Akutbehandlung bei leichten und mittelschweren depressiven Störungen zur Verfügung. Näher eingegangen wird auf die Bausteine evidenzbasierter Verfahren (z.B. Veränderung von Denkweisen und Überzeugungen, Selbstkontrollverfahren, Soziale Kompetenz und Problemlösung, Vermehrung angenehmer Aktivitäten) und auf damit verbundene Therapieziele (Verbesserung der Symptomatik, Aufbau positiver Verhaltens-, Denk- und Erlebensweisen, Verhinderung von Rückfällen und Chronifizierung). Das konkrete Vorgehen wird anhand von Beispielen erläutert.