Nach der Finanzmarktkrise mĂŒssen viele Unternehmer ihre private Vorsorgeplanung neu auf den PrĂŒfstand stellen und gleichzeitig auf die Absicherung von Insolvenzrisiken achten.
(PresseBox) - Der deutschen Wirtschaft ist es gelungen, das noch gar nicht so lange zurĂŒckliegende Desaster an den KapitalmĂ€rkten erstaunlich schnell zu ĂŒberwinden. Dennoch bleiben nachhaltige Folgen: zum Beispiel, weil die Finanzmarktkrise bei vielen Unternehmern zu tiefen Rissen im Fundament ihrer Altersvorsorge gefĂŒhrt hat. Das gilt fĂŒr die Wertpapieranlage ebenso wie fĂŒr die Renditen von Lebenspolicen oder die betriebliche Altersversorgung. Beispiel Aktieninvestments: Trotz der Erholung an den Börsen liegt der Wert vieler Depots noch immer deutlich unter den Planzielen. Auch wer auf Lebenspolicen gesetzt hat, muss umdenken. Denn die niedrigen Zinsen an den KapitalmĂ€rkten zehren ebenso an den Renditen wie die immer wieder nach oben korrigierten Sterbetafeln der Versicherer. HĂ€ufig funktioniert dann die fĂŒr spĂ€ter geplante Entschuldung des Unternehmens durch die Lebenspolice nicht mehr wie geplant. Stattdessen fressen zusĂ€tzliche Finanzierungskosten einen Teil der erhofften Erlöse aus dem Verkauf der Firma auf. ?Die Finanzkrise hat vielerorts elementare Bausteine der Vorsorgeplanung ins Wanken gebracht und bedroht im schlimmsten Fall das Vermögen empfindlich?, sagt Silke Grieger, Steuerberaterin bei Ecovis.
Ungeplante Belastungen
Das gilt auch fĂŒr die Risiken der Pensionszusagen von Kapitalgesellschaften. Denn die Renditen der zur RĂŒckdeckung abgeschlossenen Versicherungen reichen heute in der Regel bei Weitem nicht zur Ausfinanzierung der spĂ€teren AnsprĂŒche. Konsequenz: Die Kapitalanlagen mĂŒssen aufgestockt werden. Und auch im Fall einer Auslagerung auf externe TrĂ€ger wie Pensionsfonds oder UnterstĂŒtzungskassen sind erst einmal gröĂere BetrĂ€ge fĂŒr die Ausfinanzierung fĂ€llig. Diese Risiken können zudem zu betrĂ€chtlichen Problemen bei einem zur Ruhestandsabsicherung geplanten Verkauf des Unternehmens fĂŒhren. Und selbst wenn der GeschĂ€ftsfĂŒhrer auf seinen Pensionsanspruch verzichtet, drohen weitere ungeplante Belastungen. ?Denn der Verzicht gilt in der Regel als steuerpflichtiger Zufluss?, warnt Grieger.
Vermögenswerte schĂŒtzen
Wie lĂ€sst sich die Altersvorsorge dennoch auf eine solide Basis stellen? Wie kann die persönliche Ruhestandsabsicherung gleichzeitig vor unternehmerischen Risiken geschĂŒtzt werden? Ein erster Schritt ist die kritische Bestandsaufnahme der fĂŒr die Finanzierung des Betriebs bereitgestellten Sicherheiten. Wer sie von unabhĂ€ngigen Gutachtern bewerten lĂ€sst, hat bei selbstbewussten Neuverhandlungen mit der Bank die Chance, einzelne VermögensgegenstĂ€nde wie das private Wohnhaus aus der Haftung zu nehmen. GrundsĂ€tzlich ist es auch möglich, sich durch Wohn- und Nutzungsvereinbarungen oder die Ăbertragung einer Immobilie auf den Ehepartner vor den Folgen einer Insolvenz zu schĂŒtzen. Doch es gibt auch noch andere Möglichkeiten, Vermögenswerte aus dem Risiko zu nehmen. Eine klassische Lösung ist, den Besitz in Form von GrundstĂŒcken, GebĂ€uden oder Maschinen vom Betrieb zu trennen. Steuerlich kann dies zu einer Betriebsaufspaltung fĂŒhren. Das Unternehmen wird dabei in eine beschrĂ€nkt haftende GmbH aufgeteilt, die als Betriebsgesellschaft weiterhin fĂŒr die Produktion zustĂ€ndig ist. Ein Besitzunternehmen bleibt daneben EigentĂŒmer der GrundstĂŒcke, GebĂ€ude oder Maschinen und verpachtet diese an die Betriebsgesellschaft. Eine weitere Alternative zur Substanzsicherung ist die GrĂŒndung einer Familiengesellschaft, in der Unternehmer unter Einbeziehung ihrer Angehörigen die freien Vermögenswerte wie Immobilien, Wertpapiere oder Geldvermögen bĂŒndeln. Diese Lösung bringt gleich mehrere Vorteile. So bieten sich zum einen gesellschaftsrechtliche Gestaltungsmöglichkeiten, die fĂŒr Schutz vor GlĂ€ubigerzugriffen sorgen. Beispielsweise indem fĂŒr den Fall der Insolvenz eines Gesellschafters dessen Ausscheiden geregelt wird. AuĂerdem können Stimm- und Gewinnbezugsrechte unabhĂ€ngig von den AnteilsverhĂ€ltnissen festgelegt werden.
Kapitalsparende Effekte nutzen
Konsequenz: Auch wenn der Senior Schritt fĂŒr Schritt Anteile auf die nĂ€chste Generation ĂŒbertrĂ€gt, bleibt ihm der gewĂŒnschte Einfluss auf das vorhandene Vermögen und die erzielten Gewinne erhalten. Und nicht zuletzt fĂŒhrt die Einbeziehung der Kinder in die Familiengesellschaft dazu, dass deren FreibetrĂ€ge und Progressionsvorteile unterm Strich zu einer geringeren steuerlichen Belastung der ErtrĂ€ge aus dem Vermögen fĂŒhren. ?Diese kapitalsparenden Effekte stehen dann zusĂ€tzlich fĂŒr die eigene Altersvorsorge oder den systematischen Vermögensaufbau zugunsten der Kinder zur VerfĂŒgung?, sagt Michael Sabisch, Ecovis-Steuerberater. Ăber den Gesellschaftsvertrag können auch die individuellen Interessen der Familie geregelt werden. Hinsichtlich der fiskalischen Auswirkungen ist eine steuerliche Beratung allerdings unverzichtbar. Und auch wer Vermögenswerte durch die einfache Ăbertragung an Familienangehörige aus der Haftung nehmen will, sollte rechtliche Vorkehrungen treffen. Dazu gehört die Vereinbarung von RĂŒcktrittsrechten bei Scheidung.
Fördermöglichkeiten beachten
HĂ€ufig werden aber andererseits die Defizite in der Altersabsicherung des Ehepartners unterschĂ€tzt. Gerade wenn Vermögenswerte durch Krisen an den KapitalmĂ€rkten oder Fehlentwicklungen im Unternehmen abschmelzen, kann das fatale Folgen haben. ?Auch mit Blick auf die Altersrisiken des Ehegatten ist es deshalb ratsam, einen Teil des Vermögens aus der betrieblichen SphĂ€re auszulagern?, sagt Sabisch. Bei der Auswahl ihrer privaten Vorsorgeinstrumente können Unternehmer nicht zuletzt die Aspekte der staatlichen Förderung in Betracht ziehen. So können bei Abschluss einer RĂŒrup-Rente im Jahr 2010 bereits 70 Prozent der in der Ansparphase geleisteten BeitrĂ€ge als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Die Auszahlung im Alter unterliegt spĂ€ter dann allerdings dem persönlichen Steuersatz. Auf die AusschĂŒttung gröĂerer EinmalbeitrĂ€ge dĂŒrfen Versicherte bei diesen Policen allerdings nicht hoffen. Denn Geld darf hier nur in Form einer Rente flieĂen und auch das Todesfallrisiko muss extra abgesichert werden.
WorĂŒber wir reden sollten
Wann drohen Risiken aus der unternehmerischen TÀtigkeit auf die private und familiÀre Situation durchzuschlagen?
Welche Vermögenswerte wollen Sie gegen die AnsprĂŒche Dritter absichern?
Wie hat die Finanzmarktkrise die persönliche Vorsorgeplanung belastet?
Welche Vorteile bringt die BĂŒndelung von Vermögenswerten in einer Familiengesellschaft?
Wie kann man sich durch eine Betriebsaufspaltung gegen Haftungsrisiken schĂŒtzen?
Ecovis ist ein Beratungsunternehmen fĂŒr den Mittelstand und zĂ€hlt in Deutschland zu den Top 10 der Branche. In den mehr als 130 BĂŒros in Deutschland sowie den ĂŒber 60 internationalen Partnerkanzleien arbeiten etwa 3.300 Mitarbeiter. Ecovis betreut und berĂ€t FamilienÂŹunternehmen und inhabergefĂŒhrte Betriebe ebenso wie Freiberufler und Privatpersonen. Um das wirtschaftliche Handeln seiner Mandanten, darunter 20.000 gewerbliche Kunden, zu sichern, bĂŒndelt Ecovis die nationale und internationale Fach- und Branchenexpertise aller Steuerberater, WirtschaftsprĂŒfer, RechtsanwĂ€lte und Unternehmensberater. Jede Ecovis-Kanzlei kann auf diesen Wissenspool zurĂŒckgreifen, um ihren Mandanten vor Ort persönliche Beratung auf höchstem QualitĂ€tsniveau zu bieten. Die ECOVIS Akademie ist Garant fĂŒr eine kontinuierliche und aktuelle Weiterbildung sowie fĂŒr eine fundierte Ausbildung.
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