(ots) -
Die Lage in Libyen eskaliert: Hunderte Verletzte und Zehntausende
Flüchtlinge warten auf Hilfe von außen - action medeor reagiert
In Libyen wird der Kampf um die politische Macht mit Waffen
geführt. Doch die meisten Opfer sind Zivilisten. action medeor hilft
mit Verbandsmaterial, Antibiotika, Infusionen und chirurgischen
Instrumenten.
Bengasi, Tobruk, Misrata, Adschdabija, Sawija - überall gibt es
Kämpfe mit Toten oder Verletzten. Gesicherte Zahlen gibt es jedoch
keine, nur Versatzstücke an Information: So wird aus der Stadt
Sawjia, rund 50 Kilometer westlich von Tripolis, berichtet, dass
Gaddafi-treue Truppen die Versorgung blockieren. Die Stadt ist unter
Kontrolle der Aufständischen. Der nächtliche Angriff regierungstreuer
Milizen auf die Stadt ist angeblich mit gepanzerten Fahrzeugen und
Luftabwehrraketen erfolgt.
Auch die Lage an den Grenzen Libyens ist inzwischen unhaltbar
geworden. UN-Quellen sprechen von mehr als 140.000 Menschen, die das
Land bereits nach Ägypten und Tunesien verlassen haben. Sogar die
Flüchtlingstrecks wurden beschossen, berichteten Augenzeugen. An der
Grenze zu Tunesien warteten bereits Zehntausende Menschen auf ihren
Weitertransport, heißt es von UN-Seite. Auf libyscher Seite stünden
ebenfalls tausende Menschen schon seit drei Tagen Schlange, um die
Grenze zu überqueren. "Diese Massenflucht überfordert die
Anrainerstaaten", erläutert Bernd Pastors, Vorstand von action
medeor. "Wir müssen uns jetzt um diese Menschen kümmern und parallel
muss eine klare Hilfsstruktur in den Flüchtlingslagern aufgebaut
werden."
Um die Versorgung der Flüchtlinge und Opfer mit den notwendigen
Medikamenten zu gewährleisten, sendet action medeor mit dem Partner
Islamic Relief ein Emergency Health Kit in das Krisengebiet. Mit der
Hilfslieferung können rund 10.000 Menschen 3 Monate lang medizinisch
und gesundheitlich versorgt werden. Ein Transport von chirurgischem
Verbrauchsmaterial und Medikamenten in Krankenhäuser in Bengasi und
Tobruk, die Verletzte und Verwundete versorgen, würde zurzeit
geprüft, so Pastors.
action medeor ist für die Hilfe dringend auf Spenden angewiesen.
Konto der Hilfe: 555 555 555 bei der Volksbank Krefeld,
BLZ 320 603 62 Stichwort: Libyen
Pressekontakt:
action medeor
Susanne Wohmann
02156 . 97 88 170
susanne.wohmann(at)medeor.de