Potsdamer Köpfe im Kiez am 9. Februar 2011 mit Prof. Dr. Heike Wiese
(firmenpresse) - Kiezdeutsch ist ein neuer Dialekt, der sich unter Jugendlichen deutscher und anderer Herkunft in Wohngebieten wie Berlin-Kreuzberg entwickelt hat, in denen viele Menschen mit mehreren Sprachen aufwachsen.
Der Vortrag behandelt einige populäre Mythen und Vorbehalte gegenüber Kiezdeutsch und stellt ihnen sprachwissenschaftliche Erkenntnisse zu Grammatik, Sprachniveau und der Wahrnehmung von Dialekten gegenüber.
Prof. Dr. Heike Wiese ist Professorin an der Universität Potsdam. Sie hat dort den Lehrstuhl für Deutsche Sprache der Gegenwart am Institut für Germanistik und ist Sprecherin des Zentrums „Sprache, Variation und Migration“. Den Bereich „Kiezdeutsch“ untersucht sie mit ihrer Arbeitsgruppe in mehreren Forschungsprojekten, unter anderem im Sonderforschungsbereich „Informationsstruktur“ der Universität Potsdam und der Humboldt-Universität Berlin und in einem europäischen Netzwerk zu multiethnischen Jugendsprachen im urbanen Europa. Sie betreut ein Infoportal www.kiezdeutsch.de, das Ergebnisse zu Kiezdeutsch für Interessierte zusammenfasst und auch Handreichungen für Lehrerinnen und Lehrer enthält. Vor ihrer Zeit an der Universität Potsdam war Heike Wiese an der Universität Göttingen (Studium der Philosophie und Germanistik), der Humboldt-Universität Berlin (Promotion und Habilitation), der Brandeis University in Boston (Postdoktorandin) und der Yale University, USA (Gastprofessorin). Heike Wiese lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Berlin-Kreuzberg.
Potsdamer Köpfe im Kiez am 9. Februar 2011, 18 Uhr, im Haus der Generationen und Kulturen, Milanhorst 9 am Schlaatz, freiwilliger Beitrag 2,- €