(ots) - 28. Januar 2011 - Kontaktaufnahme zu Verstorbenen
boomt in Deutschland. Die Zeiten, in denen die Anhänger des so
genannten Spiritismus als Spinner bezeichnet wurden, scheinen vorbei
zu sein. Wie die Zeitschrift WUNDERWELT WISSEN in ihrer aktuellen
Ausgabe (02/11 ab heute im Handel) berichtet, hat das Thema
inzwischen alle Gesellschafts- und Altersschichten erfasst. So
glauben zehn Prozent der Deutschen fest an Geister, belegte das
Meinungsforschungsinstitut Allensbach bereits vor einigen Jahren.
Laut einer Studie der Universität Hohenheim zählen inzwischen bis zu
15 Prozent der Deutschen zur Gruppe der spirituellen Sinnsucher.
Die Motive von Menschen mit ihren Verstorbenen in Kontakt zu
kommen, liegen auf der Hand: Man sucht Trost, man will um Verzeihung
bitten, man erhofft sich einen Rat, man will wissen, ob es dem
Verstorbenen gut geht und ob der Tod doch nicht das Ende ist.
Drei Millionen Menschen hierzulande geben für Okkultismus sechs
Milliarden Euro jährlich aus. Ein gigantischer Markt, der Begierden
weckt. So hat sich jüngst auch eine Königstochter in die Schar der
Totenflüsterer eingereiht: Die norwegische Prinzessin Märtha Louise
will nach den Engeln nun auch Kontakt zu Geistern haben. Im
Veranstaltungszentrum "Himmel und Meer" von Stavanger bietet die
Königstochter zahlungswilligen Landsleuten Gespräche mit Verstorbenen
an.
Alles nur Schwindel, um Geld zu machen, sagen Kritiker. "Wer
behauptet, mit Verstorbenen Kontakt aufnehmen zu können, nutzt die
emotional beeinträchtigte Wahrnehmung der Trauernden aus", sagt
Wolfgang Hund, Mitglied in der Gesellschaft zur wissenschaftlichen
Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP).
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