(ots) - Die deutsche Wirtschaft ist sehr dynamisch in das
Jahr 2011 gestartet. Trotz guter Verfassung wird die Konjunktur in
den kommenden Monaten leicht an Schwung verlieren. Dies ist das
Ergebnis der Geschäftsklimaumfrage des Wirtschaftsverbandes
Großhandel Metallhalbzeug e. V. (WGM).
Der WGM Geschäftsklimaindex stieg im Verlauf des vierten Quartals
2010 um knapp zwei Indexpunkte an. Maßgeblich für diesen Anstieg ist
die positive Beurteilung der aktuellen Geschäftslage. Die Lage der
Unternehmen des Nichteisen-Metallhalbzeughandels hat sich in den
vergangenen drei Monaten zum siebten Mal in Folge verbessert.
Ausschlaggebend hierfür war die dynamische Nachfrage von Unternehmen
aus Industrie und Bau. Zudem profitierten die Unternehmen von den
Erfolgen einer aktiven Geschäftspolitik, mit der auf die vergangene
Rezession reagiert worden war.
Die Konjunkturerwartungen der Unternehmen haben sich hingegen
etwas eingetrübt, so dass der WGM Geschäftsklimaindex weniger kräftig
als noch zu Beginn des vierten Quartals 2010 angestiegen ist. Viele
Firmen rechnen damit, dass die Wachstumsdynamik der deutschen
Wirtschaft in den kommenden Monaten aufgrund einer sinkenden
Exportgüternachfrage abnimmt.
Ausschlaggebend hierfür ist, dass die im Verlauf der Rezession
geleerten Lager wieder aufgefüllt sind. Auch wurden zurückgestellte
Investitionen inzwischen nachgeholt. Diese Sondereffekte hatten die
globale Nachfrage insbesondere 2010 angeheizt. Zudem laufen globale
Konjunkturprogramme 2011 nach und nach aus und in manchen
Schwellenländern wurde zudem die Geldpolitik gestrafft. Schließlich
beschleunigte sich der Preisanstieg im Verlauf des vergangenen Jahres
spürbar, vor allem weil die Rohstoffpreise kräftig zulegten. Zugleich
erwarten wir einen Anstiegt der Importe, so dass das Wachstum des
Außenhandelsüberschusses abnimmt.
Der Aufschwung wird allerdings anhalten. Günstige
Finanzierungsbedingungen und eine tendenziell steigende
Kapazitätsauslastung sprechen für weiterhin steigende
Investitionsausgaben. Angesichts guter Einkommens- und
Beschäftigungsaussichten und historisch niedriger Hypothekenzinsen
dürften auch die Wohnungsbauinvestitionen deutlich aufwärts gerichtet
bleiben.
Ein Risiko für die Branche sowie die deutsche Wirtschaft ist, dass
sich das bislang sehr günstige monetäre Umfeld infolge einer
Ausweitung der Schuldenkrise in einigen europäischen Ländern abrupt
eintrübt und Rezessionsängste schürt.
Der WGM ist Mitglied des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel,
Dienstleistungen e. V.
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Nikolai Malanowski
Geschäftsführung
Wirtschaftsverband Großhandel Metallhalbzeug e.V. (WGM)
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