(ots) - Die Verantwortung als allein erziehender Vater für
seinen Sohn hat Gregor Gysi nach seiner ersten Scheidung Anfang der
70er Jahre davor bewahrt, im Chaos zu versinken. In einem Interview
in der am Freitag erscheinenden neuen Ausgabe des Familienmagazins
NIDO verrät der heute 63-jährige Politiker, der seinen Sohn George
Anfang der 70er Jahre in der damaligen DDR allein groß zog: "Dass ich
mich um George kümmern musste, hat verhindert, dass ich verkomme.
Wäre ich ein geschiedener Mann gewesen, der alle 14 Tage mal Besuch
bekommt, hätte ich 13 Tage lang im Haushalt nichts gemacht - um dann
am 14. Tag durchzudrehen: alles aufräumen, saubermachen, einkaufen.
Es wäre kein Druck da gewesen, und wenn es keinen Menschen
interessiert, ob Sie aufräumen oder nicht, fangen Sie an, es bleiben
zu lassen."
Noch immer, so der Linken-Fraktionschef, bewundere er, wie gut
sein inzwischen 39-jähriger Sohn bügeln kann. "Wenn ich ein Hemd
bügele, sieht es nachher genauso knittrig aus wie vorher", sagt Gysi.
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