(ots) - Michail Boris Chodorkowski war einst der reichste
Mann Russlands. Dann forderte er den mächtigsten Mann des Landes,
Wladimir Putin, heraus und verlor: Vor sieben Jahren landete der
einstige Öl-Mogul im Gefängnis in Sibirien, in einem zweiten Prozess
wurde Chodorkowski Ende Dezember 2010 zu weiteren sechs Jahren Haft
verurteilt. Hunderte Tonnen Öl soll er aus dem eigenen Konzern
"Yukos" gestohlen und für rund 27 Milliarden Euro illegal verkauft
haben. Er selbst hatte sämtliche Anschuldigungen gegen sich stets
bestritten, auch international entstand der Eindruck, dass politische
Motive bei dem Verfahren und dem Strafmaß eine Rolle gespielt haben.
Die ZDF-Dokumentation am Mittwoch, 12. Januar 2011, 0.35 Uhr,
zeigt, wie mit der Zerschlagung von Chodorkowskis Öl-Imperium der
bedeutendste Konzern des neuen Russland unter Regierungskontrolle
gebracht wurde. Der Film von Cathryn Collins zeichnet den Aufstieg
des Michail Chodorkowski zu einem der mächtigsten Wirtschaftsbosse
und seinen tiefen Fall nach. Bedeutende, bestens informierte
Zeitzeugen kommen in der Dokumentation zu Wort: hochrangige
Politiker, aber auch Chodorkowskis Familie, seine früheren Partner
und Weggefährten.
Der Film folgt aber nicht nur der Person Chodorkowski, er spiegelt
auch ungeschminkt die politischen Machtspiele des Wladimir Putin und
den schleichenden Verfall der Demokratie im modernen Russland.
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