(firmenpresse) - DGAP-News: PAION AG / Schlagwort(e): Research Update
PAION AG:
06.12.2010 / 07:30
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PAION BERICHTET POSITIVE PRĂKLINISCHE DATEN SEINER SUBSTANZ SOLULIN IN DER
INDIKATION HĂMOPHILIE
- Neuer Therapieansatz fĂŒr die Behandlungen von HĂ€mophilie
(Bluterkrankheit)
- PAION initiiert die nÀchsten Entwicklungsschritte
- Flovagatran wird nicht weiter verfolgt
Aachen, 06. Dezember 2010 - Das biopharmazeutische Unternehmen PAION AG
(ISIN DE000A0B65S3; Frankfurter Wertpapierbörse, Prime Standard: PA8) gibt
heute positive prÀklinische Daten mit seinem rekombinanten, humanen
Thrombomodulin Solulin in der Indikation HĂ€mophilie bekannt.
HÀmophilie ist eine Erbkrankheit, bei der die Blutgerinnung gestört ist.
Durch den Mangel an den Gerinnungsfaktoren VIII bzw. IX kommt es nach
Verletzungen zu verlÀngerten Blutungen oder zu Nachblutungen mit dem Risiko
nachfolgender Komplikationen am Blutungsort.
In einer Reihe von Experimenten konnte gezeigt werden, dass Solulin auch
bei deutlich reduzierten Faktor VIII- oder Faktor IX-Spiegeln die zur
Blutstillung notwendigen Fibrinnetze stabilisiert. Somit könnte es auch als
ErgÀnzung zu den heutigen Faktor VIII- bzw. IX-PrÀparaten eingesetzt
werden. Erwartete Vorteile sind eine Verminderung der Dosis der
Gerinnungsfaktoren und eine verlÀngerte Wirksamkeit. Der Proof-of-Principle
ist in verschiedenen Experimenten erbracht worden. Dabei wurde
HÀmophiliepatienten Blut entnommen und die GerinnungsfÀhigkeit des Blutes
durch Zugabe von Solulin mit Standardmethoden untersucht. Ermutigend sind
auch Experimente, die mit Blut von hĂ€mophilen Hunden durchgefĂŒhrt wurden.
Hier konnte eine entsprechende Wirksamkeit auch in Gegenwart von
Inhibitoren (Antikörper gegen Faktor VIII, die die Wirksamkeit des
Gerinnungsfaktors blockieren), demonstriert werden.
Vor einer klinischen Entwicklung in HĂ€mophilie sind zunĂ€chst weiterfĂŒhrende
prÀklinische Experimente sowie eine erneute Produktion von Solulin geplant.
Die bereits vorliegenden Phase-I-Daten mit Solulin haben eine hervorragende
VertrÀglichkeit bei gesunden Probanden gezeigt. ZunÀchst wird PAION mit
limitierten Mitteln weiter in Solulin investieren.
Solulin und Flovagatran wurden ursprĂŒnglich mit dem Schwerpunkt
thrombotische Erkrankungen entwickelt. Durch die inzwischen erfolgte
Zulassung von oralen Antikoagulantien haben injizierbare Stoffe in dieser
Klasse deutlich an AttraktivitÀt verloren. Deshalb hatte PAION bereits im
Jahr 2008 begonnen, beide Produkte in Nischenindikationen neu zu
evaluieren.
Die positiven Daten zu Solulin in einer attraktiven Indikation haben auch
zu einer neuen Priorisierung innerhalb der Entwicklungspipeline von PAION
gefĂŒhrt. Nach AbwĂ€gen der kommerziellen und klinischen Erfolgsaussichten
wurde entschieden, Flovagatran nicht weiter zu verfolgen, da eine
erfolgsversprechende Indikation nicht zu identifizieren war. Dies fĂŒhrt im
laufenden Quartal zu einer Abschreibung des Buchwertes in Höhe von EUR 0,2
Millionen.
'Die Resultate zu Solulin sind ermutigend und Experten sehen die Ergebnisse
als aussichtsreiche Basis fĂŒr die weitere Entwicklung. Wir betrachten die
HĂ€mophilie als eine attraktive Nischenindikation und adressieren mit dem
neuen Therapieansatz einen hohen ungedeckten medizinischen Bedarf',
kommentierte Dr. Wolfgang Söhngen, Vorstandsvorsitzender der PAION AG. 'Es
ist uns gelungen, dieses spannende Projekt neben Remimazolam entscheidend
nach vorne zu bringen. Wir freuen uns ein wichtiges und erfolgreiches Jahr
fĂŒr die PAION AG mit positiven Ergebnissen abschlieĂen zu können.'
###Ăber HĂ€mophilie (Bluterkrankheit)
Von der erblich bedingten Erkrankung der HĂ€mophilie (Bluterkrankheit) sind
laut WHO weltweit zurzeit ca. 400.000 Menschen betroffen, 10.000 davon in
Deutschland. Daher wird die Definition einer 'orphan disease' (seltene
Erkrankung) erfĂŒllt.
Weltweit steigt die Anzahl der therapierbaren HĂ€mophilie-Patienten stetig
an. Derzeit wird HÀmophilie hauptsÀchlich symptom-orientiert durch die Gabe
von entweder gentechnologisch hergestellten oder aus Plasma gewonnenen
Faktor VIII und Faktor IX PrÀparaten behandelt, um die erhöhte
Blutungsneigung zu normalisieren. Solulin hat das Potential, die
bestehenden Therapiemöglichkeiten fĂŒr die Patienten weiter zu verbessern.
HÀmophilie ist eine Erbkrankheit, bei der die Blutgerinnung gestört ist.
Durch den Mangel an den Gerinnungsfaktoren VIII bzw. IX kommt es nach
Verletzungen zu verlÀngerten Blutungen oder zu Nachblutungen mit dem Risiko
nachfolgender Komplikationen am Blutungsort.
Besonders hÀufig betroffen sind die Gelenke bei Kindern, andere
Komplikationen können lebensbedrohlich sein. Neben dem Mangel an dem
betreffenden Gerinnungsfaktor trÀgt eine vorzeitige Auflösung des
blutstillenden Fibrinnetzes entscheidend zum Krankheitsbild bei. Heute
besteht die Behandlung im Wesentlichen in der Gabe des fehlenden
Gerinnungsfaktors.Ăber Solulin
Solulin ist eine verbesserte Variante des humanen Proteins Thrombomodulin,
eines wichtigen natĂŒrlichen Regulators des Gerinnungssystems. Eine der
Aufgaben von Thrombomodulin liegt darin, das sich bei der Blutstillung
bildende Fibrinnetz zu stabilisieren. Im Unterschied zu dem in der Wand von
BlutgefĂ€Ăen verankerten Thrombomodulin kann Solulin mit dem Blutstrom an
seinen potenziellen Wirkort gelangen.
Solulin ist bisher in einer Phase-I-Studie getestet worden. Die
Untersuchungen bestĂ€tigten das gute Sicherheitsprofil der Substanz.Ăber PAION
PAION ist ein biopharmazeutisches Unternehmen mit Hauptsitz in Aachen und
verfĂŒgtĂŒber einen weiteren Standort in Cambridge (Vereinigtes Königreich).
Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und Vermarktung innovativer
Arzneimittel mit einem erheblichen, nicht gedeckten medizinischen Bedarf
fĂŒr den Krankenhausbereich spezialisiert. PAIONs GeschĂ€ftsmodell 'Finden&Entwickeln' basiert auf seiner Kernkompetenz in der
Arzneimittelentwicklung. Wo strategisch sinnvoll, insbesondere in den
letzten Stadien der klinischen Entwicklung, strebt PAION die Zusammenarbeit
mit erfahrenen Partnern an.
Kontakt
Ralf Penner
Director Investor Relations / Public Relations
PAION AG
MartinstraĂe 10-12
52062 Aachen
Tel.: +49 241 4453-152
E-Mail: r.penner(at)paion.com
www.paion.com
Disclaimer:
Diese Veröffentlichung enthÀlt bestimmte in die Zukunft gerichtete
Aussagen, die die PAION AG betreffen. Diese spiegeln die nach bestem Wissen
vorgenommenen EinschÀtzungen und Annahmen des Managements der PAION AG zum
Datum dieser Mitteilung wider und beinhalten bestimmte Risiken,
Unsicherheiten und sonstige Faktoren. Sollten sich die den Annahmen der
Gesellschaft zugrunde liegenden VerhÀltnisseÀndern, so kann dies dazu
fĂŒhren, dass die tatsĂ€chlichen Ergebnisse und MaĂnahmen von den implizit
oder ausdrĂŒcklich erwarteten Ergebnissen und MaĂnahmen wesentlich
abweichen. In Anbetracht dieser Risiken, Unsicherheiten sowie anderer
Faktoren sollten sich EmpfÀnger dieser Veröffentlichung nicht unangemessen
auf diese zukunftsgerichteten Aussagen verlassen. Die PAION AGĂŒbernimmt
keine Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben
oder zu aktualisieren, um zukĂŒnftiges Geschehen oder Entwicklungen
widerzuspiegeln.
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06.12.2010 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,ĂŒbermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
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105513 06.12.2010
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