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CARE: Frauenhandel muss gestoppt werden

ID: 302880

„Zwangsprostitution ist das Schlimmste, das man einer Frau antun kann.“

(firmenpresse) - Bonn, 24. November 2010. AnlĂ€sslich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am Donnerstag, den 25. November fordert CARE Deutschland-Luxemburg eine stĂ€rkere Vernetzung von internationalen Staaten, Polizei und lokalen Organisationen, um den Handel mit Frauen zur Zwangsprostitution einzudĂ€mmen. „Frauenhandel ist ein grausames Verbrechen, das gestoppt und geahndet werden muss. Weltweit werden Frauen respektlos wie Ware gehandelt, auch in Deutschland landen sie in Bordellen und auf dem Straßenstrich“, so Dr. Anton Markmiller, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer von CARE Deutschland-Luxemburg.
CARE arbeitet auf dem Balkan zusammen mit lokalen Organisationen, die gegen den Handel mit Frauen kĂ€mpfen. „Frauenhandel ist ein lukratives GeschĂ€ft, organisiert von kriminellen Netzwerken. Diese MenschenhĂ€ndler arbeiten professionell ĂŒber Landesgrenzen hinweg“, so Mara Radovanovic von der CARE-Partnerorganisation LARA in Bosnien-Herzegowina. Oftmals fallen auf dem Balkan Roma-MĂ€dchen in die HĂ€nde der Kriminellen. „Vor allem junge, hĂŒbsche Roma-MĂ€dchen sind betroffen. Sie werden ausgebeutet, missbraucht, ihrer Seele beraubt. Dann werden sie in andere LĂ€nder gebracht, auch nach Westeuropa oder Deutschland. Zwangsprostitution ist das Schlimmste, das man einer Frau antun kann“, so Radovanovic, die in Bosnien-Herzegowina ein Frauenhaus leitet. Auf dem Balkan seien Polizei und Grenzbeamte in den Frauenhandel involviert.

„Es ist eine RealitĂ€t, dass die internationale UnterstĂŒtzung fĂŒr Organisationen auf dem Balkan, wie LARA, weniger wird“, so Markmiller. Daher fordern CARE und lokale Partner zum einen mehr finanzielle Hilfe fĂŒr den Kampf gegen den Frauenhandel. Zum anderen sollten internationale Organisationen, die sich vom Balkan zurĂŒckziehen, so genannte Exit-Strategien hinterlassen, um die Finanzierung lokaler Hilfsorganisationen und deren Engagement gegen den Frauenhandel zu sichern. CARE bringt zudem in Serbien, Bosnien-Herzegowina und Kroatien lokale Frauenorganisationen, Roma-Organisationen, Polizei, Ministerien und Justiz an einen Tisch, damit diese gemeinsame Strategien gegen den Frauenhandel erarbeiten können. „Wir mĂŒssen gemeinsam gegen den Frauenhandel angehen“, so Mara Radovanovic. „Wir dĂŒrfen die Augen nicht davor verschließen, was mitten in Europa passiert.“




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CARE engagiert sich mit rund 15.000 meist lokalen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in 72 LĂ€ndern fĂŒr die Überwindung von Armut, Hunger und Krankheit. CARE blickt auf 60 Jahre Erfahrung im Bereich der Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit zurĂŒck, hat Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und hilft unabhĂ€ngig von politischer Anschauung, religiösem Bekenntnis oder ethnischer Herkunft. FĂŒr seine sorgfĂ€ltige Verwendung von Spendengeldern trĂ€gt CARE Deutschland-Luxemburg das DZI-Spendensiegel und wurde von der WirtschaftsprĂŒfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC)mit dem ersten Platz des Transparenzpreises 2008 ausgezeichnet.



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Sandra Bulling
Stellv. Pressesprecherin
Tel: 0228 / 975 63 46
Mobil: 0151 / 126 27 123
Mail: Bulling(at)care.de



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Datum: 24.11.2010 - 16:05 Uhr
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