Rummelplatz statt Schwarzwaldklinik: Klopp schärft Sinne gegen trügerische Idylle
(pressrelations) - Auf dem Weg zum Bundesliga-Spitzenspiel am Samstag (Anstoß 15.30 Uhr, live im Netradio) beim SC Freiburg macht der BVB heute Abend Station in Rust und übernachtet im "Europapark". Doch eine Vergnügungsreise wartet nicht auf die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp: "Freiburg zählt neben Mainz und uns zu den unangenehmsten Gegnern in der Liga. Wir müssen sehr viel investieren, um dort zu bestehen. Es wird ein sehr laufintensives Duell."
Vierter gegen Erster - das Spitzenspiel der 13. Runde steigt an der beschaulichen Dreisam. Schon viele Mannschaften hätten den Fehler gemacht, sich von der landschaftlichen Idylle und dem kleinen Stadion einlullen zu lassen, erzählt Jürgen Klopp, der selbst "aus dieser wirklich schönen Gegend" stammt. "Letztes Jahr", erinnert er an die 1:3-Niederlage im Saisonfinale, "haben wir merken müssen, dass drei Prozent weniger eben nicht reichen." Und deshalb kündigt Borussia Dortmunds Trainer an: "Dieses Mal werden wir den Fehler nicht wiederholen, nicht alles raus zu feuern."
Deshalb vielleicht auch die Übernachtung auf dem "Rummelplatz" statt in der "Schwarzwaldklinik" wie vor einem halben Jahr. Dieses Mal soll alles anders werden. Und mit dem Schlusspfiff sollen möglichst drei weitere Punkte auf der Habenseite stehen.
Es werden die womöglich intensivsten 90 Minuten der Saison. "Der Gegner ist bereit, jeden noch so kleinen Raum zuzulaufen", beschreibt Klopp die Spielweise Intensiv war es auch im Mai: Makiadi gegen Sahin (im Hintergrund Hajnal). [Fotos: firo] des Sportclubs, die der eigenen so ähnlich ist: "Freiburg ist taktisch sehr gut geschult und geht mit hohem Selbstvertrauen in diese Partie." Sein Fazit: "Was man gegen den Sportclub als Vorteil haben will, muss man sich knüppelhart erarbeiten. Diese Mannschaft macht taktisch so gut wie keine Fehler. Es wird ein spannendes Spiel. Am Ende wird auch ein bisschen das Glück entscheiden." Klopps Trainerkollege Robin Dutt äußerst sich kryptisch: "Wir werden einen unserer variablen Bausteine heraussuchen und versuchen, zum Erfolg zu kommen." Das wiederum hört sich mehr nach "Legoland" an als nach "Europapark"...
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