Überraschungseier in Berlin
(pressrelations) - Es waren gute Nachrichten, die Friedhelm Funkel den anwesenden Medienvertretern bei der Pressekonferenz vor dem Spiel bei Hertha BSC Berlin am Montag, 15. November, mitteilen konnte. Die Akteure, die in dieser Woche ein paar Einheiten hatten pausieren müssen, stehen wohl wieder zur Verfügung. Nur eine Sache beunruhigt unseren Coach etwas.
(Fast) alle Mann stehen Friedhelm Funkel beim Tabellenführer zur Verfügung, ausgenommen die langzeitverletzten Philipp Bönig und Mirkan Aydin. Ansonsten fällt die personelle Entwicklung in dieser Woche erfreulich aus: Matias Concha hat nach seinem überstandenen Infekt zumindest das Lauftraining aufgenommen und könnte, so denn das endgültige Urteil des Trainers am Wochenende positiv ausfällt, mitreisen. Definitiv im Kader steht Chong Tese, der in den vergangenen Tagen keinerlei Beschwerden mehr hatte ? im Gegenteil. "Er hat nach den Einheiten zusätzlich gearbeitet, er muss auch noch einiges aufholen. Wir werden abwarten, ob noch Beschwerden auftreten, ansonsten steht er im Kader", wie Friedhelm Funkel verriet. Sicher im Aufgebot steht Milos Maric, dessen Probleme mit der Oberschenkelmuskulatur komplett abgeklungen sind. Und auch Marc Pfertzel könnte seit längerer Zeit wieder dabei sein, "auch wenn bei ihm noch ein paar Prozent fehlen", wie Funkel konstatiert.
Einen schlagfertigen Kader kann unser Trainer für das Gastspiel beim Spitzenreiter am Montag sicherlich gebrauchen, auch wenn der vergangene Woche seine erste Saison-Niederlage im Ligabetrieb hat einstecken müssen. Dieses seltene Negativerlebnis könnte Auswirkungen haben auf unsere Partie. "Mir wäre lieber gewesen, Hertha hätte gewonnen", so unser Cheftrainer. "Wenn eine Mannschaft verliert, rauft sie sich häufig noch mehr zusammen. Darauf müssen wir vorbereitet sein." Ansonsten erwartet Funkel in seiner einstigen Wahlheimat ein interessantes Spiel zweier guter Teams, das für uns hoffentlich das bessere Ende parat hält.
Nicht überbewertet wissen will Friedhelm Funkel derweil das Training im Stadion, das er an diesem Freitag erstmals während seiner Zeit beim VfL ansetzte. "Wir wollten uns die Möglichkeit schaffen, Dinge in Ruhe zu besprechen und auszuprobieren", erläutert unser Cheftrainer die Beweggründe. "Außerdem muss man dem gegnerischen Trainer nicht immer im Vorfeld zeigen, was man vorhat." Es könne nicht verkehrt sein, die eine oder andere Überraschung in petto zu haben. Selbiges könnte, vermutet Funkel, auch Hertha-Coach Markus Babbel vorhaben, der seine Elf am Sonntag ebenfalls unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainieren lassen wird. Und so scheint vor dem Duell der letztjährigen Erstligisten nur eines klar ? dass nichts klar ist.