Risiko raus! Unfallgefahren durch Blendung im Straßenverkehr vermeiden - Dunkle Jahreszeit verlangt erhöhte Aufmerksamkeit
Risiko raus! Unfallgefahren durch Blendung im Straßenverkehr vermeiden - Dunkle Jahreszeit verlangt erhöhte Aufmerksamkeit
(pressrelations) - 27.10.2010
Die Sonne steht tief, Licht reflektiert auf regennasser Straße, Schweinwerferkegel tauchen aus der Dunkelheit auf. In Herbst und Winter steigt das Risiko, im Straßenverkehr geblendet zu werden. Für einige Augenblicke ist die Sicht des Geblendeten völlig eingeschränkt. Die Gefahr, in diesem Moment die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren oder etwas zu übersehen, ist groß. Auf diese erhöhte Gefährdung in der dunklen Jahreszeit weisen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen im Rahmen ihrer Präventionskampagne "Risiko raus!" hin und geben Tipps zum richtigen Fahrverhalten.
Blendung durch die Sonne ist eine wesentliche Unfallursache. Sie kann aber auch durch künstliche Lichtquellen erzeugt werden - insbesondere bei Dunkelheit. Das Auge wird dann plötzlich starkem Licht ausgesetzt und ist damit überfordert. Hauptsächliche künstliche Blendungsquellen sind: entgegenkommende oder hinterher fahrende Fahrzeuge, Leuchtreklamen und Gebäude- oder Grundstücksbeleuchtungen.
Zwei Sekunden ohne Sicht
Wie groß die Gefahr im Moment der Blendung ist, zeigt folgende Berechnung: Wird man bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h für einen Zeitraum von zwei Sekunden sehunfähig, legt man in dieser Zeit eine Strecke von 56 Metern zurück. Das entspricht der Breite eines Fußballplatzes. "In dieser Zeit ist das Fahrzeug praktisch führerlos und stellt ein Sicherheitsrisiko dar - nicht nur für den Fahrer, sondern auch für andere. Blendung sollte daher soweit wie möglich vermieden werden", warnt Dr. Marc Wittlich vom Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA).
Er rät deshalb vorzusorgen:
- Achten Sie auf korrekt eingestellte Scheinwerfer an Ihrem Fahrzeug, auch bei Beladung. Viele Werkstätten bieten jetzt kostenlose Lichttests an.
- Saubere Scheiben, auch von innen, und funktionierende Scheibenwischer geben klare Sicht und vermindern Streulicht.
- Auch in Herbst und Winter kann es zu sonnigen Wetterlagen kommen. Führen Sie für alle Fälle eine Sonnenbrille mit.
- Vermeiden Sie Fahrten im Dunkeln, wenn Sie Probleme mit der Nachtsicht haben.
Wie verhalte ich mich, wenn ich geblendet werde?
- Vermeiden Sie so weit wie möglich schreckhafte Reaktionen. Wenden Sie Ihren Blick möglichst von der Blendquelle ab. Schauen Sie nachts im Fall der Blendung auf die rechte Markierung der Fahrbahn.
- Passen Sie Ihre Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen an. Bei starker Blendung langsamer fahren und notfalls anhalten.
- Sehen Sie von einer Gegenblendung des entgegenkommenden Fahrzeuges ab. Ein kurzes Lichtzeichen als Hinweis ist vertretbar, alles andere würde das Unfallrisiko erhöhen.
- Die meisten Innen-Rückspiegel verfügen über eine mechanische Abblendfunktion: Sie können ihn in eine Position kippen, in der die Blendung durch ein nachfolgendes Fahrzeug aufgehoben werden kann, ohne dass sich dabei das Blickfeld verändert.
- Fußgänger oder Radfahrer sollten Situationen mit Blendgefahr auszuweichen. Die Gefahr von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen zu werden, ist groß.
Hintergrund "Risiko raus!"
In der Präventionskampagne "Risiko raus!" arbeiten die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, ihr Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), die Landwirtschaftliche Sozialversicherung, der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und die Bundesländer sowie weitere Partner zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, das Unfallrisiko beim Fahren und Transportieren zu verringern.
Weitere Informationen unter
www.risiko-raus.de.
Pressekontakt:
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) Pressestelle Stefan Boltz
Tel.: 030 288763768
Fax: 030 288763771
E-Mail:
presse(at)dguv.de
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Datum: 27.10.2010 - 11:15 Uhr
Sprache: Deutsch
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