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Frieden durch Gerechtigkeit

ID: 267888

Das ifa verleiht Theodor-Wanner-Preis 2010 an Carla Del Ponte

(firmenpresse) - (ddp direct) "Wer Frieden ohne Gerechtigkeit schafft, bereitet den nächsten Krieg vor." Diesem Grundsatz folgend kämpfte Carla Del Ponte Jahrzehnte für die Durchsetzung des Völkerrechts und gegen Kriegsverbrechen. Für ihr herausragendes Engagement im Dienste des Dialogs der Kulturen ehrt sie das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) heute mit dem Theodor-Wanner-Preis 2010. Die Auszeichnung nimmt die ehemalige Chefanklägerin der Internationalen Strafgerichtshöfe für das ehemalige Jugoslawien und für Ruanda am Abend im Allianz Stiftungsforum am Pariser Platz in Berlin entgegen.

"Frau Del Ponte hat ihr Leben in beispielloser Art und Weise und allen Widerständen zum Trotz in den Dienst internationaler Gerechtigkeit gestellt. Das ifa erfüllt es mit großem Stolz, dieser mutigen Kämpferin für das Völkerrecht den Theodor-Wanner-Preis 2010 zu überreichen", sagte ifa-Präsidentin Ursula Seiler-Albring im Vorfeld der Preisverleihung. Carla Del Ponte, die ihr Heimatland Schweiz heute als Botschafterin in Buenos Aires vertritt, habe, so Seiler-Albring, nicht nur als Chefanklägerin der internationalen Strafgerichtshöfe, sondern auch als Schweizer Generalstaatsanwältin einen großen Beitrag zur weltweiten Durchsetzung rechtsstaatlicher Prinzipien geleistet.

Die Laudatio auf Carla Del Ponte hält bei dem heutigen Festakt die ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts und des Goethe-Instituts, Jutta Limbach. Der mit 5000 Euro dotierte Theodor-Wanner-Preis kommt der Fondazione Falcone zugute. Die Stiftung führt den Einsatz Giovanni Falcones gegen organisierte Kriminalität und mafiöse Strukturen fort. Der italienische Ermittlungsrichter kam 1992 bei einem Bombenanschlag ums Leben, in den Achtzigerjahren hatte er bei der Verfolgung grenzübergreifender Verbrechen eng mit Carla Del Ponte zusammengearbeitet.

Schirmherr des Theodor-Wanner-Preises ist der Bundesaußenminister. Den Preis stiftet der Förderverein für das Institut für Auslandsbeziehungen. Das ifa vergibt ihn seit 2009 an Menschen, die durch ihr wissenschaftliches, soziales, gesellschaftspolitisches, künstlerisches oder unternehmerisches Engagement Herausragendes für den Dialog der Kulturen geleistet haben. Er erinnert an seinen Namensgeber Theodor Wanner, auf dessen Initiative 1917 das Deutsche Ausland-Institut (DAI), das heutige ifa, gegründet wurde. Erster Theodor-Wanner-Preisträger war der Generalmusikdirektor der Staatsoper Berlin und Leiter des West-Eastern Divan Orchestra, Daniel Barenboim, der mittels Musik einen wichtigen Beitrag zur israelisch-arabischen Annäherung leistet.





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Datum: 01.10.2010 - 12:02 Uhr
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