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Die gewerbliche Immobilienfinanzierung in Deutschland auf dem Weg aus der Krise - Helaba stellt Studie zum BĂŒromarkt Frankfurt vor

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Die gewerbliche Immobilienfinanzierung in Deutschland auf dem Weg aus der Krise - Helaba stellt Studie zum BĂŒromarkt Frankfurt vor

(pressrelations) - Frankfurt am Main ? Im Vorfeld der ExpoReal in MĂŒnchen hat die Helaba Landesbank Hessen-ThĂŒringen ihre Studie "BĂŒromarkt Frankfurt: QualitĂ€t zĂ€hlt" vorgestellt. Im Fokus stehen die Pers-pektiven fĂŒr den BĂŒromarkt Frankfurt und die Wirtschaftsregion Rhein-Main. Johann Berger, stell-vertretender Vorsitzender des Vorstandes und Immobilienvorstand der Helaba, nahm dabei auch Stellung zu den Perspektiven der gewerblichen Immobilienfinanzierung in Deutschland. Die Gefahr einer drohenden Kreditklemme sieht er zwar nicht, Risiken fĂŒr die Kreditversorgung seien gleich-wohl nicht auszuschließen: "Vor dem Hintergrund des noch nicht wieder funktionsfĂ€higen Verbrie-fungs- und Syndizierungsmarktes, höherer Eigenkapitalanforderungen, zunehmender Refinanzie-rungsvolumina, des RĂŒckzugs auslĂ€ndischer Immobilienfinanzierer vom deutschen Markt sowie einer ĂŒberschaubaren Zahl handlungsfĂ€higer inlĂ€ndischer Banken, die nur einen begrenzten Eigen-anteil an einer Finanzierung zu ĂŒbernehmen bereit sind, bestehen nach wie vor Risiken fĂŒr die kĂŒnf-tige Kreditversorgung in der gewerblichen Immobilienfinanzierung in Deutschland."
Ob die Akteure an den ImmobilienmĂ€rkten aus der Krise gelernt haben, lĂ€sst sich nach Bergers Überzeugung erst mit fortschreitender Markterholung beantworten. Auffallend ist, dass die Markt-teilnehmer sich auch in Deutschland fast ausschließlich auf erstklassige Immobilien in besten Lagen konzentrieren. "Der Run auf Core Immobilien hat auch am deutschen Gewerbeimmobilienmarkt bereits wieder zu RĂŒckgĂ€ngen der Anfangsrenditen gefĂŒhrt", kommentiert Berger.
Der RĂŒckzug aus internationalen MĂ€rkten ist fĂŒr Berger keine sinnvolle Konsequenz aus der Krise. Die relative StabilitĂ€t des deutschen Marktes in der Krise korrespondiert nach seiner Überzeugung mit einer entsprechend geringeren Wertsteigerungssphantasie in der jetzt einsetzenden Erholungs-phase. Berger: "InlĂ€ndische Akteure, die sich als Reaktion auf die Krise ausschließlich auf den hei-mischen Markt konzentrieren, könnten bessere Chancen jenseits der Landesgrenzen versĂ€umen."





BĂŒromarkt Frankfurt ? QualitĂ€t zĂ€hlt
Der Frankfurter BĂŒromarkt hat sich in der Finanzkrise relativ stabil gezeigt. Dies ist in erster Linie darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass die BeschĂ€ftigung nicht merklich zurĂŒckgegangen ist. Mittelfristig ist aber aufgrund eines insgesamt flacheren Wachstumstrends und des fortgesetzten Personalabbaus bei Finanzdienstleistern nur ein leichter Stellenzuwachs in Frankfurt zu erwarten. "Daraus lĂ€sst sich fĂŒr die kommenden fĂŒnf Jahre ein Wachstum der BĂŒrobeschĂ€ftigung in der Stadt von mindestens 2 Pro-zent ableiten. Das entspricht etwa 6.000 zusĂ€tzlichen BĂŒroarbeitsplĂ€tzen", sagt Dr. Gertrud R. Traud, Chefvolkswirtin und Leiterin Research der Helaba.

Frankfurter Markt vor der Bodenbildung
Die Helaba-Volkswirte gehen davon aus, dass die BĂŒrospitzenmieten in Frankfurt bis Jahresende ihren Boden gefunden haben. Im laufenden Jahr belasten noch eine schwache FlĂ€chennachfrage und höhere Fertigstellungen den Frankfurter BĂŒromarkt. 2011 sollten die UmsĂ€tze am Vermietungs-markt weiter zunehmen. Bei deutlich niedrigerem Fertigstellungsvolumen können die Spitzenmieten leicht steigen, ein Abbau des hohen Leerstandes ist jedoch nicht in Sicht.
Eine niedrige NeubauaktivitĂ€t und ein weiterhin vorsichtiges Agieren von Investoren und Finanzie-rern sind Voraussetzungen dafĂŒr, dass der bereits hohe Sockelleerstand von gut 14 Prozent nicht weiter zunimmt. Angesichts des hohen Anteils Ă€lterer FlĂ€chen am Leerstand sollten deshalb Sanie-rungs- und ModernisierungsaktivitĂ€ten kĂŒnftig gegenĂŒber der NeubautĂ€tigkeit an Bedeutung gewin-nen.

Verhaltene Aussichten am Frankfurter BĂŒromarkt
FĂŒr die kommenden Jahre rechnen die Autoren der Studie nur mit einer moderaten BĂŒroflĂ€chen-nachfrage am Standort Frankfurt: Auf Basis ihrer BeschĂ€ftigungsprognose leiten sie eine BĂŒroflĂ€-chennachfrage von bis zu 200.000 Quadratmetern ab. "Dies entsprĂ€che gerade einmal zwei grĂ¶ĂŸeren neuen BĂŒrotĂŒrmen", so Traud. Angesichts des anhaltenden Trends zu höherer FlĂ€cheneffizienz könnte sich selbst diese vorsichtige Prognose als zu optimistisch herausstellen.

QualitÀt der Lage entscheidend ? Randlagen bleiben problematisch
Die hohen QualitĂ€tsanforderungen am Frankfurter Markt werden sich auch kĂŒnftig in einer unter-schiedlichen Entwicklung der BĂŒrolagen niederschlagen. GĂŒnstige Perspektiven besitzen zentrale Innenstadtlagen, wĂ€hrend die hĂ€ufig Ă€lteren BĂŒroflĂ€chen in Nebenlagen ĂŒberdurchschnittlich stark vom Leerstand betroffen sind. Als BĂŒrostandort dĂŒrfte der Frankfurter Flughafen an Bedeutung ge-winnen. Seine Position wird durch den derzeitigen Ausbau der KapazitĂ€ten gestĂ€rkt, der eine zu-nehmende BeschĂ€ftigung in Deutschlands grĂ¶ĂŸter BetriebsstĂ€tte erwarten lĂ€sst, so die Autoren der Studie.

Viele Stadtentwicklungsgebiete gleichzeitig
In Frankfurt befindet sich eine Reihe von Stadtentwicklungsprojekten in der Planung, die einen mehr oder weniger großen Anteil von BĂŒronutzungen vorsehen. Jedes dieser Projekte bietet der Stadt langfristig großartige Entwicklungschancen. "Angesichts der fĂŒr die kommenden Jahre zu erwartenden eher moderaten BĂŒroflĂ€chennachfrage ist es aber wichtig, auf QualitĂ€t und nicht auf QuantitĂ€t zu setzen", betonen die Autoren der Studie.

Wohnungsbau nicht vernachlÀssigen
Dank der in den letzten Jahren deutlich gesteigerten WohnungsbautĂ€tigkeit, z.B. im neuen Stadtteil Riedberg, konnte auch die Stadt Frankfurt am Bevölkerungszuwachs im Rhein-Main-Gebiet teilha-ben. Die Mobilisierung von ausreichenden FlĂ€chen fĂŒr den Wohnungsbau ist fĂŒr die Stadtentwick-lung enorm wichtig. Da in den nĂ€chsten Jahren die Nachfrage nach Wohnraum die BĂŒroflĂ€chen-nachfrage ĂŒbersteigen wird, sollten Projektentwicklungen hinsichtlich ihrer Nutzungsmöglichkeiten flexibel geplant und angepasst werden.


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Datum: 27.09.2010 - 14:16 Uhr
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