PresseKat - Mit dem „Gutmensch-Totschlag-Argument“ für die Beibehaltung des Lotto-Monopols

Mit dem „Gutmensch-Totschlag-Argument“ für die Beibehaltung des Lotto-Monopols

ID: 24750

(firmenpresse) - Verhindert ein Lotto-Jackpot von 35 Millionen Euro die Spielsucht?

Von Nicolaus Gläsner

Bonn/Wels – Mit mobilen Plakatwänden und großflächigen Anzeigen in den Zeitungen macht zurzeit das Bündnis gegen das Wett-Monopol http://www.kein-monopol.de Druck auf die Bewahrer des Status quo beim Sportwettenmarkt. Vor der Verabschiedung eines neuen Lotteriestaatsvertrages durch die Ministerpräsidenten der Länder am 13. Dezember 2006 soll noch einmal richtig Dampf gemacht werden. „Das Glück braucht Spielmacher, keine Machtspieler“, so lautet der griffige Slogan der Kampagne. „Die Regulierung des deutschen Glücksspielmarktes braucht keine Machtspiele einiger politischer Entscheider, sondern eine zeitgemäße und regulierte Öffnung des Marktes für private Anbieter“, sagt Jan Pommer, Geschäftsführer der Basketball Bundesliga und einer der Sprecher des Bündnisses.

Doch die so genannten „Machtspieler“ wollen nicht kampflos das Gefechtsfeld verlassen. Im Gespräch mit der Magdeburger Volksstimme http://www.volksstimme.de verteidigte Wolfgang Angenendt, Geschäftsführer der Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt http://www.lottosachsenanhalt.de, das Staatsmonopol. Das bisherige System sei traditionell darauf ausgerichtet, das Spielbedürfnis der Menschen zu kanalisieren. „Der Staat will nicht, dass der Spieltrieb sich schrankenlos entfalten kann, weil dies Menschen ins Unglück zu stürzen vermag. Außerdem geht mit dem Glücksspiel erfahrungsgemäß die Gefahr von Begleitkriminalität einher“, erläutert Angenendt. Die Volksstimme meldet an dieser Argumentation jedoch Zweifel an und stellt die Frage, ob ein Lotto-Jackpot von 35 Millionen Euro ein wirksames Mittel zur Suchtprävention sei. Doch dies sei eine „Gratwanderung“, meint der sachsen-anhaltinische Lotto-Chef, der allerdings dagegen ist, den Jackpot zu deckeln. Wenn man den Spieltrieb der Menschen kanalisieren wolle, müssen man den Leute auch attraktive Produkte anbieten.





„Die Lordsiegelbewahrer des Staatsmonopols in Deutschland führen immer die Vokabel Gemeinnützigkeit im Munde. Auch Herr Angenendt erweckt den Eindruck, als gehe das eingenommene Geld der staatlichen Lotteriegesellschaften nur in den Sport, die Wohlfahrt oder in die Denkmalpflege. Wenn die Gegner der privaten Wettanbieter offen sagen würden, dass es ihnen um das Geld geht und nicht um die Moral, dann könnten alle Beteiligten wesentlich ehrlicher miteinander umgehen“, so Reinfried Wiesmayr, Geschäftsführer des Sportwettenanbieters Wettcorner http://www.wettcorner.com im österreichischen Wels. Wiesmayr plädiert für eine regulierte Öffnung des Marktes für Glücksspiele. Dass hierzu auch wirksame Programme zur Spielsuchtprävention gehören, ist für den Wettcorner-Chef selbstverständlich. „Dies sehen aber auch die meisten Gegner des Staatsmonopols so. Daher verstehe ich nicht, warum Leute wie der Lotto-Chef aus Sachsen-Anhalt die ‚Seriosität’ der privaten Anbieter in Zweifel ziehen. Meiner Meinung nach gibt es in jeder Branche schwarze Schafe. Dies ist aber noch lange kein Grund zur Kriminalisierung aller privaten Wettanbieter, wie das bisweilen geschieht.“


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Datum: 29.11.2006 - 12:09 Uhr
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