(firmenpresse) - PAION AG / Halbjahresergebnis
11.08.2010 07:30
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PAION AG VERÖFFENTLICHT KONZERN-FINANZERGEBNISSE FÜR DAS ERSTE HALBJAHR
2010
- PAION erwartet Phase-IIb-Studienergebnisse mit CNS 7056 / Remimazolam
gegen Ende 2010
- PAION erhält Meilensteinzahlungen von Partnern
- PAION verbessert durch Eigenkapitalzusage und Meilensteinzahlungen die
finanzielle Lage nachhaltig und erweitert die Liquiditätsreichweite bis
Mitte 2012
Aachen (Deutschland), 11. August 2010 - Das biopharmazeutische Unternehmen
PAION AG (ISIN DE000A0B65S3; Frankfurter Wertpapierbörse, Prime Standard:
PA8) gab heute die Konzern-Finanzergebnisse gemäßInternational Financial
Reporting Standards (IFRS) für das erste Halbjahr 2010 bekannt.
- PAION sichert Liquiditätsreichweite bis Mitte 2012 durch Mittelzuflüsse
aus Kooperationen und Eigenkapitalzusage. Dies basiert auf liquiden
Mitteln in Höhe von EUR 18 Millionen zum 30. Juni 2010 und den
erwarteten Mittelzuflüsse aus einer teilweisen Nutzung der
Eigenkapitalzusage. Damit ist die laufende Phase-IIb-Studie mit CNS
7056 finanziert und auf Basis der momentanen Kostenstrukturen, die
Ausweitung der Liquiditätsreichweite erreicht.
- Gegenüber der Vorjahresperiode sind die Umsatzerlöse aufgrund der
Meilensteine von Ono und Acorda um EUR 1,4 Millionen auf EUR 2,2
Millionen angestiegen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten haben
sich gegenüber der Vorjahresperiode um EUR 1,1 Millionen verringert.
Der Fehlbetrag der ersten sechs Monate 2010 beträgt EUR -4,3 Millionen
und ist um EUR 2,6 Millionen niedriger als in der korrespondierenden
Vorjahresperiode (EUR -6,9 Millionen).
'Wir könnenüberaus zufrieden sein mit dem ersten Halbjahr,' kommentierte
Dr. Wolfgang Söhngen, Vorstandsvorsitzender der PAION AG. 'Durch den
Abschluss der Eigenkapitalzusage verbunden mit den Meilensteinzahlungen
haben wir unsere finanzielle Situation erheblich verbessern können. Wir
schauen jetzt mit Spannung auf die Ergebnisse der Phase-IIb-Studie mit
Remimazolam, die wir gegen Ende des Jahres erwarten können.'Überblicküber das erste Halbjahr 2010
Im ersten Halbjahr 2010 hat PAION wichtige Meilensteine erreicht. So konnte
die Phase-IIb-Studie mit CNS 7056 / Remimazolam im Mai gestartet werden.
Voraussetzung dafür war die Einigung mit der FDAüber das Studiendesign.
Ziel dieser Studie ist, das Dosierungsschema für Phase-III-Studien zu
optimieren.
PAIONs Entwicklungspartner Ono Pharmaceutical hat im April 2010 die erste
Phase-I-Studie mit CNS 7056 / Remimazolam in Japan initiiert und löste
damit die erste Meilensteinzahlung in Höhe von USD 1 Millionen aus. Ono
entwickelt CNS 7056 / Remimazolam für den japanischen Markt zunächst für
die Einleitung und Aufrechterhaltung von Narkosen, welche eine fortlaufende
Infusion benötigen.
PAIONs Lizenzpartner H. Lundbeck A/S präsentierte im Februar 2010 bei der
internationalen Schlaganfall-Konferenz in San Antonio, Texas, die
Post-hoc-Analyse der Desmoteplase zur Behandlung des akuten ischämischen
Schlaganfalls. Darüber hinaus berichtete Lundbeck im März 2010über den
Start einer Phase-II-Studie mit Desmoteplase zur Behandlung von akutem
ischämischen Schlaganfall in Japan (DIAS-J). Diese Studie ist eine
Voraussetzung für die japanische Zulassung.
Des Weiteren wurde der IND- (Investigational New Drug = Prüfgenehmigungs-)
Antrag des Lizenzpartners Acorda Therapeutics für die Substanz GGF2 im
April 2010 von der FDA genehmigt. Damit wurden Meilensteinzahlungen in Höhe
von USD 1 Millionen ausgelöst. Acorda plant im nächsten Schritt den Start
einer klinischen Phase-I-Studie mit GGF2 in Patienten mit Herzinsuffizienz.
Ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Finanzkraft des Unternehmens war
neben den klinischen Meilensteinen der Abschluss eines Vertragesüber eine
Eigenkapitalzusage in Höhe von EUR 15 Millionen mit Commerce Court Small
Cap Value Fund Ltd. (CCSCVF), welche durch Acqua Capital Management Inc.,
Toronto, Kanada, verwaltet wird. Die Eigenkapitalzusage gibt PAION das
Recht, neue Aktien in mehreren Tranchen aus dem genehmigten Kapital gegen
Bareinlage an CCSCVF auszugeben. PAION beabsichtigt, diese Zusage zunächst
dazu zu nutzen, die Liquidität zu stärken und die Liquiditätsreichweite zu
erweitern.
Konzernfinanzergebnisse für das erste Halbjahr 2010
Die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2010 betreffen in Höhe von EUR 0,7
Millionen (USD 1 Millionen) eine Meilensteinzahlung von Ono für den Start
der Phase-I-Studie mit CNS 7056 / Remimazolam in Japan sowie in Höhe von
EUR 0,7 Millionen (USD 1 Millionen) zwei Meilensteinzahlungen von Acordaüber je USD 0,5 Millionen für die Einreichung und Genehmigung der IND des
Wirkstoffs GGF2. Weiterhin beinhalten die Umsatzerlöse wie im Vorjahr auch
die ratierliche Auflösung des passivischen Abgrenzungspostens im
Zusammenhang mit dem mit Lundbeck geschlossenen Lizenzvertrag (EUR 0,7
Millionen) sowie Erstattungen von Entwicklungskosten durch Lundbeck.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im ersten Halbjahr 2010
verringerten sich im Vergleich zu der korrespondierenden Vorjahresperiode
(EUR 5,5 Millionen) um EUR 1,1 Millionen auf EUR 4,4 Millionen. Schwerpunkt
der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit war CNS 7056 / Remimazolam.
Aufwendungen für die allgemeine Verwaltung und Vertrieb sind im ersten
Halbjahr 2010 im Vergleich zur Vorjahresperiode auf gleichem Niveau
angefallen und beliefen sich auf EUR 2,2 Millionen (Vorjahresperiode: EUR
2,2 Millionen).
Das Finanzergebnis im ersten Halbjahr 2010 hat sich im Vergleich zur
Vorjahresperiode um EUR 0,1 Millionen vermindert und belief sich auf EUR
-0,3 Millionen, was im Wesentlichen auf niedrigere Geldmarktzinssätze sowie
den im Vergleich zur Vorperiode verminderten Finanzmittelbestand
zurückzuführen ist.
Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2010 hat sich im Wesentlichen aufgrund des
durch den Periodenfehlbetrag verringerten Eigenkapitals und des geringeren
Finanzmittelbestands im Vergleich zum 31. Dezember 2009 um EUR 4,2
Millionen auf EUR 31,4 Millionen verringert. Die Eigenkapitalquote zum 30.
Juni 2010 ist im Vergleich zum 31. Dezember 2009 (54,3%) zurückgegangen und
beträgt 50,9%. Die Berücksichtigung des Nachrangdarlehens sowie der
abgegrenzten, nicht rückzahlbaren Vorauszahlung von Lundbeck als
wirtschaftliches Eigenkapital führen zu einer Erhöhung der
Eigenkapitalquote auf 86,6%.
Durchschnittlich beschäftigte PAION im ersten Halbjahr 2010 29 Mitarbeiter
(Geschäftsjahr 2009: 30 Mitarbeiter).
Ausblick
PAIONs klinische Phase-IIb-Studie mit CNS 7056 / Remimazolam in Patienten,
die sich einer Darmspiegelung unterziehen, ist derzeit dem Zeitplan voraus.
Für die Patientenrekrutierung wurde zunächst ein Zeitraum von neun Monaten
geschätzt, die bisherige Behandlungsrate lässt den Abschluss der Studie
noch in diesem Jahr erwarten. PAION strebt an, den Wirkstoff in 2011 fertig
für das Phase-III-Studienprogramm zu haben und erwartet, dass die Daten der
Phase IIb den Wert von CNS 7056 / Remimazolam für potenzielle Partner
erhöhen werden.
Darüber hinaus erwartet PAION für das Jahr 2010 umfangreiche
Entwicklungsaktivitäten seiner Partner, die weitere Meilensteinzahlungen ab
2011 auslösen könnten. Unser Lizenzpartner Lundbeck rechnet mit dem
Abschluss zweier weltweiter klinischen Phase-III-Studien mit Desmoteplase
im akuten ischämischen Schlaganfall im Jahr 2011 (DIAS-3) und 2012 (DIAS-4)
und erwartet, die Marktzulassung (MAA/NDA) in 2012 beantragen zu können.
Unser Lizenzpartner bei der Entwicklung von GGF2, Acorda, erwartet im
nächsten Schritt den Start der ersten klinischen Studie.
Die Umsatzerlöse in 2010 werden die systematische Auflösung des
passivischen Rechnungsabgrenzungspostens (dieser resultiert aus der in 2008
erhaltenen nicht rückzahlbaren Meilensteinzahlung in Höhe von EUR 8
Millionen von Lundbeck) sowie die vereinnahmten ersten Meilensteinzahlungen
für die Entwicklung von CNS 7056 / Remimazolam und GGF2 enthalten. Darüber
hinaus erwartet PAION aus dem angestrebten Partnervertrag zu M6G
zusätzliche Umsatzerlöse.
PAIONs Entwicklungsausgaben in 2010 betreffen im Wesentlichen die
Produktionsentwicklung und eine klinische Phase-IIb-Studie mit CNS 7056 /
Remimazolam. Für die anderen Projekte in der Entwicklung sind nur geringe
Ausgaben geplant. Die geplanten Ausgaben führen, nach Abzug der Einnahmen
aus den bestehenden Lizenzverträgen, zu einem nennenswerten
Jahresfehlbetrag. Die aus der angestrebten Lizenzvergabe von M6G erwarteten
Umsatzerlöse können zu einer Verringerung des Jahresfehlbetrages führen.
PAION verfügt zum 30. Juni 2010über liquide Mittel in Höhe von EUR 18
Millionen. Diese und die erwarteten Mittelzuflüsse aus einer teilweisen
Nutzung der Eigenkapitalzusage sichern eine Liquiditätsreichweite bis Mitte
2012. Künftige Vertragsabschlussgebühren, Meilensteinzahlungen oder
Kostenerstattungen von den bestehenden und von den angestrebten
Kooperationspartnern oder eine umfassende bzw. komplette Ausnutzung der
Eigenkapitalzusage sind hierbei nicht berücksichtigt. Diese würden die
Liquiditätsreichweite verlängern.
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Wesentliche Konzernfinanzzahlen gemäßIFRS
(Angaben in TEUR wenn nicht andersDer vollständige H1-Bericht der PAION steht ab dem 11. August 2010 unter
angegeben) Q2 2010 Q2 2009 H1 2010 H1 2009
Umsatzerlöse 1.494 383 2.235 788
Forschungs- und Entwicklungskosten -1.870 -2.876 -4.353 -5.492
Allgemeine Verwaltungs- und -1.127 -1.115 -2.230 -2.267
Vertriebskosten
Periodenergebnis -1.456 -3.564 -4.327 -6.891
Periodenergebnis je Aktie (in eur), -0,06 -0,14 -0,18 -0,28
nicht verwässert
Periodenergebnis je Aktie (in eur), -0,05 -0,14 -0,17 -0,28
verwässert
H1 2010 H1 2009
Cashflow aus laufender -4.755 -6.764
Geschäftstätigkeit
Cashflow aus der -14 -43
Investitionstätigkeit
Cashflow aus der -293 -331
Finanzierungstätigkeit
Durchschnittliche Anzahl an 29 30
Mitarbeitern im Konzern
30.06. 31.12.
2010 2009
Immaterielle Vermögenswerte 11.811 11.380
Finanzmittelbestand 17.852 22.871
Eigenkapital 15.974 19.304
Langfristiges Fremdkapital 11.330 12.033
Bilanzsumme 31.353 35.550Eigenkapitalquote 50,9% 54,3%