(ots) -
- 12.000 Interviews mit chinesichen Konsumenten
- Verbraucher sind zunehmend versiert und individualistisch
- 84% der Autokunden identifizieren QualitÀt als Hauptgrund, sich
fĂŒr ein Importprodukt zu entscheiden
- Internet Word of Mouth (IWOM) ist in China besonders
wichtig
Die PrÀferenzen und Konsumgewohnheiten der chinesischen
Verbraucher werden immer differenzierter. Faktoren wie die Marke
gewinnen fĂŒr die Kaufentscheidung an Bedeutung, und Marken werden fĂŒr
die Verbraucher attraktiv wegen ihrer QualitÀt, ihrer internationalen
Herkunft, ihres guten Services und des Preis-Leistung-VerhÀltnisses.
DarĂŒber hinaus spiegelt sich in den Kaufentscheidungen der
Verbraucher ihr wachsender Individualismus wider: Sie versuchen, sich
ĂŒber einen eigenen Stil von anderen abzuheben. Das sind einige der
Ergebnisse des neuen Chinese Consumer Report von Roland Berger
Strategy Consultants mit dem Titel "Brands and Buzz: Understanding
How to Reach Today's Chinese Consumers".
"China als homogenen Massenmarkt zu betrachten, ist ĂŒberholt",
sagt Charles-Edouard Bouée, President & Managing Partner Greater
China bei Roland Berger Strategy Consultants. "Wir beobachten, dass
die chinesischen Verbraucher zunehmend versiert und individualistisch
sind." Die VielfÀltigkeit unter den Verbrauchern nimmt zu, weil ihre
Werte sich differenzieren. Die jĂŒngere Generation und Menschen mit
mittleren Einkommen suchen Marken, mit denen sie SpaĂ und Spannung
verbinden und legen mehr Wert auf das Produktdesign. Ăltere Kunden
und die höheren Einkommensgruppen achten dagegen besonders auf
Effizienz und Leistung bei bestimmten KonsumgĂŒtern. Der Preis, frĂŒher
das entscheidende Kaufkriterium, ist inzwischen nur noch ein Faktor
unter mehreren wie Marke, QualitÀt und persönlicher Stil. Das sind
einige der wichtigsten Ergebnisse des neuen Chinese Consumer Report
2010 von Roland Berger mit dem Titel "Brands and Buzz: Understanding
How to Reach Today's Chinese Consumers".
Marke fĂŒhrt Liste der kaufentscheidenden Faktoren an
In spezifischen Industrien wie etwa der Automobilbranche fĂŒhrt die
Marke die Liste der kaufentscheidenden Faktoren fĂŒr importierte und
inlĂ€ndische Fahrzeuge an. AuĂerdem wĂ€chst das QualitĂ€tsbewusstsein
unter chinesischen Kunden, denn mangelhafte QualitĂ€t fĂŒhrt immer
wieder zu VorfĂ€llen, die als Bedrohung fĂŒr die eigene Sicherheit
wahrgenommen werden. 84% der Autokunden in China zum Beispiel nennen
QualitĂ€t als Hauptgrund, sich fĂŒr ein Importfahrzeug zu entscheiden.
Ein gutes Preis-Leistungs-VerhÀltnis ist ein weiteres wichtiges
Element der Marke. Zwar steht der Preis selbst nicht an vorderster
Stelle der Entscheidungsfaktoren, dennoch wollen die Kunden möglichst
viel fĂŒr ihr Geld. Dabei gilt: 74% der Befragten sind bereit, fĂŒr
QualitĂ€t mehr zu bezahlen und 82% fĂŒr guten Service.
Persönlicher Stil und Mode gewinnen an Bedeutung
Chinesische Verbraucher legen mehr Wert auf persönlichen Stil, wie
ihr Interesse fĂŒr aktuelle Mode und ihr wachsender Individualismus
erkennen lassen. Mehr Verbraucher halten sich ĂŒber Trends auf dem
Laufenden und rund die HĂ€lfte hĂ€lt den Stil eines Produkts fĂŒr
wichtiger als seine Funktionen. Der Studie zufolge kauft mehr als ein
Viertel der Verbraucher aus den urbanen Schichten neue Telefone
allein deshalb, weil sie ihr aktuelles Telefon nicht mehr chic genug
finden. Die durchschnittliche KaufhÀufigkeit bei Mobiltelefonen liegt
bei 1,5 Jahren und entspricht damit dem Niveau gesÀttigter MÀrkte.
Die Zahl der InternetzugÀnge in China steigt
"Unternehmen können online die besten Beziehungen zu ihren Kunden
aufbauen, wenn sie einfache GrundsÀtze von Respekt und Transparenz
beachten und sich an Online-Diskussionen ĂŒber ihre Produkte
beteiligen", sagt Bouée. Die Zahl der Internetnutzer ist in China in
den vergangenen zehn Jahren geradezu explodiert: von 23 Millionen
Nutzern im Jahr 2000 auf 384 Millionen Nutzer im Jahr 2009. Das
wachsende Volumen von Online-Diskussionen der Internetnutzer, auch
Mundpropaganda im Internet (Internet Word of Mouth, IWOM) genannt,
ist gerade in China sehr wirksam. Bemerkenswert ist, dass
"Markenbekanntheit" und "Kaufentscheidung" die Kategorien sind, die
am meisten von IWOM, beeinflusst werden. Denn 56,3% der Verbraucher
hören durch IWOM erstmals von einer Marke und 58,7% entscheiden sich
auf Grundlage von IWOM fĂŒr ein Produkt.
Chinesische Verbraucher setzen auf Online-KanÀle
Chinesische Verbraucher erzeugen und lesen nicht nur IWOM zu
Produkten, sondern nutzen auch zunehmend Online-KanÀle zum Einkaufen.
Die Menge der Online-Einkaufstransaktionen ist in den vergangenen
Jahren durchschnittlich um mehr als 100% jÀhrlich gewachsen. Zwar ist
das E-Commerce-Volumen in China in absoluten Zahlen im Vergleich zu
den USA noch gering, doch wĂ€chst es fĂŒnf Mal so schnell. Die Roland
Berger Experten erwarten, dass sich dieses Wachstum fortsetzt,
insbesondere dank Verbesserungen bei Online-Zahlungsmethoden und
Sicherheit. Eine effektive Steuerung der Online-Kommunikation mit
Kunden verbessert die Ressourcenplanung und die Organisationsstruktur
des Marketings erheblich. QualitÀt und ProfessionalitÀt der
Mitarbeiter, die online interagieren, hat fĂŒr viele Unternehmen
PrioritÀt, angesichts des Potenzials, eine Marke im Internet zu
beleben oder zu beschÀdigen. "Wenn Marketingverantwortliche die
PrĂ€ferenzen der Internetnutzer fĂŒr die Interaktion mit Unternehmen
und Werbekampagnen kennen, können sie ihre BemĂŒhungen so zuschneiden,
dass sie die Verbraucher effektiver erreichen und auĂerdem ihr
Markenimage deutlich verbessern", sagt Bouée.
Die vollstÀndige Studie können Sie ksotenfrei herunterladen unter:
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Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegrĂŒndet, ist eine der
weltweit fĂŒhrenden Strategieberatungen. Mit 36 BĂŒros in 25 LĂ€ndern
ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. 2.000
Mitarbeiter haben im Jahr 2009 einen Honorarumsatz von mehr als 616
Mio. Euro erwirtschaftet. Die Strategieberatung ist eine unabhÀngige
Partnerschaft im ausschlieĂlichen Eigentum von rund 180 Partnern.
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