Durch jahrelang verdecktes Missmanagement droht der Allgäuland GmbH die Abwanderung zahlreicher Milchlieferanten. 2.600 bäuerliche Anteilseigner haben Verluste in Millionenhöhe erlitten. Nur wenn das Vertrauen der Milchbauern zurückgewonnen werden kann, hat das Unternehmen eine Chance weiter zu bestehen.
(firmenpresse) - Wie das Fachmagazin ?top agrar' aus dem Landwirtschaftsverlag Münster berichtet, ist die Allgäuland GmbH aufgrund von Managementfehlern in der Vergangenheit wirtschaftlich schwer in Bedrängnis geraten. Die operativen Verluste lagen in 2008 bei mehr als 20 Mio. Euro und 2009 bei knapp 6,7 Mio. Euro. Die vor einem Jahr eingeleitete Sanierung verfolgt einen Strategiewechsel hin zu einer Konzentration des Sortimentes auf Produkte, mit denen überdurchschnittliche Preise und Erträge erzielt werden können. Marketing und Vertrieb wurden ausgebaut bzw. professionalisiert. Das neue Konzept zeigt erste zählbare Erfolge.
Allerdings kämpft die Allgäuland GmbH jetzt auch gegen die Zeit, weil sehr viele Lieferanten gekündigt haben. Etliche von ihnen sind schon bei anderen Molkereien unter Vertrag. Die Abwanderung trifft das Unternehmen nicht nur durch den Abfluss der Milch, sondern auch durch die Rückzahlung der Geschäftsanteile. Es wird sich nun zeigen, ob die Allgäuland-Spitze die Lieferanten von ihrem Konzept überzeugen und den Sanierungskurs fortsetzen kann.
Ausführliche Informationen zur Krise der Allgäuland GmbH lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von ?top agrar' (Nr. 8/2010).
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