PresseKat - EU-Pläne gefährden Schutz der Spareinlagen

EU-Pläne gefährden Schutz der Spareinlagen

ID: 226249

(ots) - Die EU-Kommission setzt den hohen Schutz von
Spareinlagen in Deutschland ohne Not aufs Spiel. Dieser Ansicht ist
Stephan Götzl, Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern: "Es ist
gut, dass die EU-Kommission die Sparer besser absichern will, wenn
ihre Bank nicht mehr zahlungsfähig ist. Das darf aber nicht durch
eine kompromisslose Zwangsharmonisierung geschehen." Götzl
kritisiert, dass nach den Plänen der EU-Kommission die Deckungssumme
für Spareinlagen in allen EU-Staaten einheitlich auf 100.000 Euro
begrenzt werden soll. Mitgliedsstaaten dürften dann kein höheres
Schutzniveau mehr zulassen, obwohl dies im Interesse der Verbraucher
erstrebenswert ist und wie es Genossenschaftsbanken zuverlässig seit
80 Jahren leisten.

Gegenwärtig gelten in Deutschland Vorschriften, die einen
umfangreichen Schutz der Ersparnisse der Verbraucher ermöglichen. So
verfügen alle drei Banksäulen über freiwillige Sicherungssysteme, die
den Kunden einen über den Betrag von 100.000 Euro hinausgehenden
Einlagenschutz garantieren. Bei den Genossenschaftsbanken und
Sparkassen sind die Ersparnisse privater Kunden in unbegrenzter Höhe
geschützt.

Götzl: "Die Maxime der Europäischen Kommission darf nicht eine
europaweite Vollharmonisierung sein. Die Reform der Einlagensicherung
muss sich vielmehr an zwei Zielen ausrichten: dem bestmöglichen
Schutz der Kundeneinlagen und der Stabilität des Bankenmarkts." Das
setze voraus, dass die bewährte Schutzwirkung der deutschen
Institutssicherungssysteme mit ihrer Präventionswirkung anerkannt
wird und nicht in einer gesetzlichen Einlagensicherung aufgehen muss,
die hinter den Status Quo zurückfällt. Götzl: "Die Politik sollte
sich im Interesse der Bürger und Anleger bei der Schutzwirkung nach
oben orientieren. Die genossenschaftliche Institutssicherung mit




ihrem Insolvenz- und Einlagenschutz hat dieses Ziel bereits
erfolgreich verwirklicht."



Pressekontakt:
Dr. Jürgen Gros
Pressesprecher
Genossenschaftsverband Bayern e. V.
Türkenstraße 22-24, 80333 München
Tel. 089 / 2868 - 3402
Fax. 089 / 2868 - 3405
Mail: presse(at)gv-bayern.de


Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  an Freund senden  Studiengebühren und 44-Stunden-Woche belasten Bachelor-Studierende im Vollzeitstudium
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.07.2010 - 10:04 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 226249
Anzahl Zeichen: 2384

Kontakt-Informationen:
Stadt:

München



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 0 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"EU-Pläne gefährden Schutz der Spareinlagen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Genossenschaftsverband Bayern (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Bayern investieren in eigene Immobilie ...

Die Bayern investieren offenkundig verstärkt in die eigene Immobilie. Darauf deutet die Entwicklung bei den Immobilienkrediten sowie im Bauspargeschäft der bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken hin. Die für den Wohnungsbau vergebenen ...

EU ist mit Plänen für Einlagensicherung auf Irrweg ...

Stephan Götzl, Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern, begrüßt die Empfehlung des Bundesrats an die Bundesregierung, sich auf EU-Ebene für einen Krisenschutz durch Institutssicherungssysteme einzusetzen. Er stimmt mit der Einschätzung ...

Genossenschaftlicher Gründungsboom hält an ...

Der genossenschaftliche Gründungsboom hält auch 2010 an. Nach 48 Unternehmensneugründungen im Jahr 2009 rechnet der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) für 2010 mit einer ähnlichen Entwicklung. Im ersten Halbjahr 2010 wurden bereits 24 genos ...

Alle Meldungen von Genossenschaftsverband Bayern