(ots) - Berlin - Der designierte Karstadt-Investor Nicolas
Berggruen warnt vor einer Liquidation des Unternehmens und ruft
erneut die deutsche Politik auf, in den Verhandlungen über die
Zukunft von Karstadt mit dem Vermieterkonsortium Highstreet zu
vermitteln. "Ich frage überhaupt nicht nach Geld. Wir brauchen kein
Geld", sagte Berggruen im Gespräch mit dem Berliner "Tagesspiegel"
(Samstagausgabe). "Aber die Politiker haben eine Verpflichtung
gegenüber dem Land und der Wirtschaft. Wenn ich politische
Verantwortung für ein Land trage, dann ist es auch meine
Verantwortung, dass Arbeitsplätze erhalten werden und dass die
Geschäfte funktionieren." Arbeitsministerin Ursula von der Leyen
(CDU) engagiere sich bereits, sagte Berggruen.
In den Verhandlungen sei man nicht mehr auseinander, sagte
Berggruen. "Wir haben am 23. Juni einen Kompromiss geschlossen und in
den Eckpunkten Einigung erzielt. Aber es gibt immer noch technische
Probleme." Details nannte er nicht. Derzeit würden mit der Valovis
Bank separate Gespräche geführt. Auf die Frage, wann die Zeit
endgültig ablaufe, sagte Berggruen: "Ende Juli. Danach ist Schluss."
Dafür gebe es juristische Gründe, die nicht in seiner Macht lägen.
Was dann folge, sei die "Liquidation", sagte Berggruen.
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